Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 81
Würzburg (Unterfranken)

Peterskirche, St. Peter und Paul

Die Pfarrkirche St. Peter und Paul, die sogenannte Peterskirche, ist ein Werk des Baumeisters Joseph Greissing. Es gab einen Vorgängerbau, der aber so baufällig war, daß der Fürstbischof am 4.7.1717 die Gemeinde anwies, sofort das Gebäude zu verlassen und statt dessen die Universitätskirche als Interims-Lösung für die Gottesdienste zu benutzen. Von dieser Vorgängerkirche sollten aus Gründen der Kosten- und Zeitersparnis und auch des Respekts vor der historischen Bausubstanz nur die Teile verwendet werden, die noch ausreichende Qualität hatten, das waren die beiden romanischen Türme und der gotische Chor. Das komplette Langhaus aber wurde abgerissen. Joseph Greissing übernahm in fürstbischöflichem Auftrag Entwurf und Ausführung des Um- bzw. Neubaus, der ein völlig neues Langhaus und eine ebenso gänzlich neu konzipierte Fassade umfaßte, dazu die barocke Umgestaltung der übernommenen Teile. Schon am 27.7.1717 wurde von Weihbischof Johann Bernhard Mayer der Grundstein für den Neubau gelegt. Fürstbischof Johann Philipp von Greiffenclau gab zu diesem Bau einen größeren Betrag aus seiner Privatschatulle. Bedingung für die Vergabe des Auftrags an Greissing war Vollendung bis 1720. Das wurde nicht ganz geschafft: Die Arbeiten waren am 26.7.1721 mit dem Aufstecken der Turmkreuze äußerlich beendet. Doch da weilte der Auftraggeber schon nicht mehr unter den Lebenden.

 

Das Kirchenschiff ist eine dreischiffige, gewölbte Freipfeilerhalle mit Emporen in den Seitenschiffen. Die beiden Westtürme sind vergleichsweise eigenartig. Ihre außergewöhnliche Position eingerückt hinter der Fassade und in relativ enger Stellung zueinander kommt daher, daß man Teile der bereits vorhandenen Kirche weiterverwendet hat. Diese beiden Türme stammen noch aus romanischer Zeit, und beim ganz anders und vor allem viel breiter konzipierten barocken Neubau war ihre neue Position innerhalb des Kirchensaales hinter der Fassade, die seitlich weit über den Vorgängerbau hinausragt. Äußerlich wurden die Türme barockisiert, so daß man ihr wahres Alter nicht auf den ersten Blick erkennt. Und innen wurden sie sehr geschickt eingebunden: Es entstand ein tiefes Eingangsjoch, das der Besucher als erstes durchschreitet, ehe er in die sich weit öffnende, lichte Emporenhalle tritt. Wendet er sich nach hinten, sieht er zwischen die Türme eingepaßt die Orgelempore. Die Lücke zwischen den Türmen wird ganz oben mit einem aufwendig geschmückten Bogen überspannt, und das darauf angebrachte dekorative Wappen lenkt alle Blicke auf sich - vergessen ist der Grund für diese komische Engstelle. Und noch ein Teil ist älter als der barocke Neubau: Der aus der Gotik stammende und ebenfalls sehr schmal dimensionierte Chor ist einschiffig und wurde im oberen Teil durch Aufstockung barockisiert; so kommt es, daß über spitzbogigen Maßwerkfenstern barocke Rundfenster liegen.

Für die weite Emporenhalle ist der Chor eigentlich zu schmal, deshalb wurde als Übergang eine tief gekehlte Überleitungszone geschaffen. Für die damalige Zeit ist die Kehle ein sehr modernes Motiv, eines, das man eher mit Borrominis Arbeiten in Verbindung bringt. Die Folge der Verwendung des alten Chores ist, daß das große und breite Langhaus ein höheres Eigengewicht erhält als ihm bei einer Komplett-Neugestaltung zugestanden hätte. Aber so, wie die Ausgangslage des Auftrags nun einmal war, entstand das Langhaus quasi als Selbstzweck und erfüllt weniger die Aufgabe der Hinleitung zum Chor als vielmehr die eines eigenständigen, in sich harmonischen Raumes mit altem Anhängsel. Die Dimensionen des neuen Langhauses sind gewaltig: Es ist 17,95 m hoch und hat eine Mittelschiffsbreite von 12,60 m. Mit Seitenschiffen ist der Kirchenraum 21,88 m breit. Die Seitenschiffe sind 3,35 m niedriger als das Mittelschiff, aber von dieser Höhenstaffelung bekommt der Betrachter kaum etwas mit. Der feierliche Innenraum ist vom Vorarlberger Raumschema geprägt, neu ist aber die Inszenierung als statisch günstigere Staffelhalle. Vom Eingang bis zum Ende der Türme sind es 11,67 m, von da bis zum Choransatz 23,40 m. Der Chor ist nur 6,64 m breit, also nur wenig mehr als die Hälfte des Mittelschiffs, und 12,70 m lang, also ungefähr so lang wie das Mittelschiff breit ist.

Noch einmal zurück zu der Aufstockung des Chores: Man hätte einfach die Wand höher mauern und die Fenster nach oben strecken können. Das wurde bewußt nicht gemacht, weil man dadurch die Vertikalisierungstendenz noch erhöht hätte. Vielmehr wurde unter Belassung der ursprünglichen Fenster ein Kranz runder Fenster oben drauf gesetzt. Das hat mehrere Effekte: Sie bremsen die Vertikalität und drücken optisch die himmelstrebenden Tendenzen der Gotik, sie verlangsamen den nach oben gerissenen Blick, sie schaffen Ruhe und Ausgleich. Es entsteht quasi eine Zweigeschossigkeit im Wandaufbau. All das läßt den Chor trotz Aufstockung weniger schlank und hoch erscheinen als er ist. Bereits die Rundform an sich verneint eine Vertikalisierung. Und die zusätzlichen Fenster geben dem Chorraum mehr Licht. Es war baulich erforderlich, den Chor höhenmäßig an das Langhaus anzugleichen, doch es wurde alles getan, um die wahrgenommene Höhe und Schlankheit wieder zu dämpfen. Außerdem bekam der Chorraum ein Tonnengewölbe mit Stichkappen. Wenn man das Langhaus entlang blickt, bilden der Bogen am Ende des Langhauses und der eigentliche Chorscheitelbogen zwei konzentrische Halbkreise, durch die Kehlung miteinander verbunden. Für den Betrachter wirkt es einfach so, als begänne der Chor viel weiter hinten, und logisch wirkt es durch die Zentralperspektive kleiner. Durch diese Tricks, also durch Kehlung, Aufstockung, Rundfenster und Tonne und durch das Kaschieren der gotischen Fenster hinter Vorsprüngen und Altären (der alte Hochaltar war viel größer als die heutige Lösung) erreichte der Baumeister, daß der Betrachter keine Nichtharmonie empfindet trotz Verwendung der älteren Teile.

Das Schaustück der Kirche und die Hauptleistung von Joseph Greissing ist die Gestaltung der dreigeschossigen Westfassade. Es gibt hier insgesamt fünf Fensterachsen, wovon je eine Achse den Seitenteilen entspricht und drei Achsen als Mittelteil zusammengefaßt werden. Dieser Mittelteil springt zweimal gebrochen mit abgeschrägten Seiten polygonal nach Westen vor. Die Betonung des Mittelteiles wird dadurch unterstützt, daß das umlaufende Traufgesims unterschiedliche Höhen in der Mitte und an den Seiten hat, was dem höher aufragenden Mittelstück eine zusätzliche architektonische Dramatik verleiht. Dieser Versatz wird geschickt erzeugt: Das Gesims über dem Erdgeschoß hat überall noch die gleiche Höhe. Doch darüber wird eine kleine Zwischenzone eingebaut, die auf den Seitenfacetten wie ein Brüstungsfeld unter den Statuen wirkt und die in der mittleren Facette die große, unten näher beschriebene Wappenkomposition aufnimmt. Dann folgt wie selbstverständlich ein dünnes Gesims, das nur an den drei Mittelteilfacetten existiert. Dadurch rutscht das eigentliche erste Obergeschoß des Mittelteiles nach oben, mit folgen für alles darüber Liegende. Durch diesen Trick wird das Auge des vor der Fassade stehenden Betrachters genarrt: Man kennt instinktiv die Gesetze der Zentralperspektive, und die größere Distanz beider Gesimse im Mittelteil im Vergleich zu den Seitenteilen wirkt so, als würde der Mittelteil viel weiter nach vorne schwingen als er tatsächlich tut. Das Obergeschoß des Mittelteils wird als viel näher als die Seitenteile wahrgenommen, und der Dreiecksgiebel in der Mittelachse zieht das Hauptgesims noch weiter optisch nach oben, so daß der Betrachter das untere Gesims leicht schräg von unten, das obere Gesims aber fast senkrecht von unten zu sehen meint. So wird eine viel größere Tiefe der Fassade vorgetäuscht. Verstärkt wird dieser Effekt durch die Tatsache, daß das Fenster in der Mittelachse viel größer ist als die Fenster in den beiden äußeren Seitenachsen, auch dies läßt das mittlere Fenster viel näher erscheinen. Wir müssen auch in Betracht ziehen, daß zur Bauzeit die räumliche Situation beengter war als heute, und daß der damalige Betrachter viel näher dran stand, nur heute hat der Platz mehr Weite, so daß man die Fassade von weiter weg sehen kann. Deshalb traf damals zur Bauzeit das über die durch diese Tricks erreichte Plastizität der Fassade Gesagte noch mehr zu als heute. Weiterhin korrespondiert diese Höhenstaffelung der Staffelung im Innern: Wir haben oben gesehen, daß das Mittelschiff 3,35 m höher ist als die Seitenschiffe und daß es sich im Grunde um eine Staffelhalle handelt. Genau dies wird hier nach außen weitergegeben: Äußerer Aufbau entspricht hier innerem Aufbau, der Versatz im Hauptgesims entspricht der dahinterliegenden Architektur.

Die Westfassade ist reich mit Nischen, Gesimsen und Aedikulen plastisch durchmodelliert, was in der Fülle eine lebhafte und malerische Licht- und Schattenwirkung erzielt. Im Erdgeschoß haben wir einen dreieckigen Giebel über dem Portal. Im mittleren Geschoß haben wir zwar auch nur einen Dreiecksgiebel, der aber wesentlich breiter ist, ein stärkeres Profil besitzt und zusätzlich verkröpft ist. Allein dadurch wird er bereits gegenüber dem unteren Giebel aufgewertet. Aber der Giebel wird durch die perspektivisch wahrgenommenen Hauptgesimsstück der Seitenfacetten optisch nach außen verlängert, was ihm zusätzliche Bedeutung gibt. Und ganz oben ist die lebhafteste Giebel-Landschaft zu sehen: Die beiden Seitenfacetten des Mittelteils tragen je einen Segmentbogengiebel, ein weiterer ist dazwischen etwas tiefer über der mittleren Figurennische angebracht, darüber ist eine Balustrade zwischen den Seitengiebeln gespannt, und über dieser erhebt sich ein Aufsatz mit Ovalfenster (früher war dort eine Uhr angebracht) und abschließendem Dreiecksgiebel darüber. So wird mit den Giebeln eine Steigerung von unten nach oben aufgebaut, eine Staffelung in Ausmaßen, plastischer Durchformung, Größe und Detailreichtum von unten nach oben. Diese Vertikaltendenz wird besonders deutlich, wenn man mit gedachten Hilfslinien die Giebelbereiche verbindet: Wie ein riesiges V, wie ein großer Keil sitzt das Giebelsystem in der Fassade, erzeugt gleichsam einen himmelwärts strebenden, nach oben immer breiter werdenden Sog.

Bei der Suche nach Vorbildern für diese Fassade stößt man einerseits auf die ehemalige Jesuitenkirche St. Martin in Bamberg für den Aufbau mit 5 Achsen, Mittelrisalit und Figurennischen, andererseits auf die Schöntaler Klosterkirche, deren Fassade sich von der hiesigen nur in Kleinigkeiten unterscheidet. Um von dieser zur Fassade der Peterskirche zu kommen, müßte man den Dreiecksgiebel auf die Mittelachse zusammenziehen und das oberste Fenster der Mittelachse in eine Figurennische umwandeln. Das ist kein Zufall, denn Greissing hat auch an Schöntal mitgewirkt.

 

Das Figurenprogramm besteht aus sieben in Nischen gestellten Statuen, drei in der oberen Ebene, auf jeder Facette des Mittelteils eine, und zweimal zwei darunter, in jedem Geschoß jeweils auf den seitlichen Facetten des Mittelteils. Die Seitenteile der Fassade sind ohne Statuenschmuck. Die oberen drei Figuren wurden von Bildhauer Balthasar Heinrich Nickel (17.7.1743-16.9.1799) in den 1780er-Jahren angefertigt. Er war ein Schüler von Hofbildhauer Johann Peter Wagner. Die unteren vier Statuen sind Arbeiten von Simon Wagner (11.11.1740-25.5.1820), Schüler von Johann Reuß, Wolfgang van der Auwera und ebenfalls von Johann Peter Wagner, mit dem er trotz gleichen Familiennamens offensichtlich nicht verwandt war. Die linke untere Nische enthält die Figur des  Apostels Petrus, die mittlere linke Nische darüber den Apostel Simon, die rechte untere Nische den Apostel Paulus, und die mittlere rechte Nische enthält die Figur des Apostels Judas Thaddäus. Im zweiten Obergeschoß befindet sich in der Mitte Christus mit Aposteln, links und rechts zwei weitere Apostel einzeln.

Das zwischen zwei Ecklisenen mit Fugenschnitt eingepaßte Hauptportal besitzt eine Säulenstellung mit übers Eck herausgedrehten Basen, Kapitellen und Gebälk. Dazwischen liegt unter dem gebrochenen Dreiecksgiebel ein vierpaßartiges Oberlicht. Hauptportal und Fensterumrahmungen sind Arbeiten von Jacob van der Auwera (17.2.1672-20.2.1760). Der Bau fällt in die Regierungszeit von zwei Fürstbischöfen. Entsprechend findet man über dem Eingangsportal das Doppelwappen beider Bauherren, ebenfalls eine Arbeit von Jacob van der Auwera.

An anderer Stelle wurde die prinzipielle Gegensätzlichkeit der Fürstbischöfe Greiffenclau und Schönborn aus zwei rivalisierenden Familien behandelt. Jeder hatte seine "eigenen" Baumeister, und keiner hätte gerne mit einem Baumeister der anderen Seite zusammengearbeitet. Bei einigen Bauten führte diese Rivalität sogar zu Schikanen und Baustop angefangener Bauten nach dem Wechsel auf dem Würzburger Bischofsthron (siehe z. B. Rückermaingebäude). Hier liegt die Sache jedoch anders: Johann Philipp von Schönborn war selbst in dieser Kirche, also der Vorgängerkirche, getauft worden, und deshalb lag ihm dieser Neubau, obwohl von einem Greiffenclau-Bischof begonnen, sehr am Herzen. Er nahm auch selbst nach Fertigstellung am 26.1.1721 persönlich die Weihe der neuen Kirche vor. Und so kommt es, daß hier die beiden Bischöfe aus rivalisierenden Familien friedlich nebeneinander stehen.

Heraldisch links befindet sich das Wappen des Würzburger Fürstbischofs Johann Philipp von Greiffenclau-Vollraths (reg. 1699-1719): Geviert.

Heraldisch rechts befindet sich das Wappen des Würzburger Fürstbischofs Johann Philipp Franz von Schönborn (reg. 1719-1724) als Vollender der Kirche mit folgenden Einzelbestandteilen:

Über beiden Wappen sind jeweils Fürstenhut bzw. Herzogshut (bei beiden ist die vordere Partie abgeplatzt und renovierungsbedürftig), schrägrechts dahinter das gestürzte Schwert und schräglinks der Krummstab angebracht, jeweils als Symbole der Landesherrschaft, der weltlichen und der geistlichen Gerichtsbarkeit. Zwei Putten stehen seitlich außen und raffen den gemeinsam genutzten Wappenmantel zur Seite.

Im Inneren der Kirche gibt es noch ein viel aufwendigeres Wappen des Fürstbischofs Johann Philipp Franz von Schönborn am Bogen zwischen den beiden Westtürmen. Auf einer Konsole halten zwei hersehende, doppelschwänzige, naturfarbene, rotgezungte, golden gekrönte Schönborn-Löwen den Schild wie beschrieben in einer Kartusche vor dem Hintergrund eines aus dem Fürstenhut (Herzogskrone) herabfallenden Wappenmantels. Hinter der Kartusche ragen das gestürzte Schwert und der Krummstab heraus. Das Wappen ist mit der abgekürzten Inschrift "J.P.F./D.G.E.H.//F.O.D./1719" versehen für "Joannes Philippus Franciscus Dei Gratia Episcopus Herbipolensis Franciae Orientalis Dux 1719". Das Besondere und Seltene an diesem Wappen aber ist die darüber schwebende Reihe von insgesamt 9 Helmen. Der Helm in der Mitte trägt eine Inful. Dann folgen innen rechts Schönborn, innen links Reichelsberg, innere Mitte rechts die Büffelhörner zum Fränkischen Rechen, innere Mitte links die Fähnchen und Federn zum Rennfähnchen, äußere Mitte rechts Buchheim, äußere Mitte links das Erbtruchsessenamt, außen rechts Wolfsthal, außen links Truchseß von Pommersfelden. Die Konsole, über die ein in fünf Lappen herabfallendes Tuch mit Troddeln geschlagen ist, wird seitlich von zwei jeweils eine Trompete blasenden Engeln gehalten.

Weitere Wappen in dieser Kirche sind: 1.) Auf der Innenseite des Bogens unter der Orgelempore zwischen den Westtürmen unterhalb des Schönborn-Wappens ist das Wappen von Bischof Julius Döpfner angebracht, der nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg einen bedeutenden Beitrag zum Wiederaufbau der Kirche leistete. 2.) Im oberen Teil des Windfangs des Haupteingangs ist in das Fenster das Wappen des Würzburger Bischofs Friedhelm Hofmann eingesetzt, das war eine Anerkennung der Pfarrei für die Unterstützung des Bischofs bei der Renovierung.

Am 16.3.1945 wurde die Peterskirche schwer getroffen: Der ganze linke Teil der Fassade bis zur Mittellinie war eingestürzt. Von der mittleren Fensterachse der Fassade stand noch das rechte Drittel, nur die rechte Facette des Mittelteils und der rechte Seitenteil sind stehengeblieben. Das Gewölbe war so stabil, daß es nicht durch den zusammenbrechenden, brennenden Dachstuhl einstürzte. Nur der direkt von einer Luftmine getroffene Bereich brach in sich zusammen. Der massive romanische Turm der linken Seite hat überlebt; nur das oberste Geschoß ging verloren. Wenn man alte Photos der Schäden sieht, ist es ein kleines Wunder, daß diese Fassade in alter Schönheit restauriert werden konnte. Das heißt aber auch, daß nur die drei rechten Fassadenskulpturen überlebt haben und alle anderen, auch das Wappenrelief, wiedererschaffen wurden. Die originale Ausstattung ging 1945 komplett verloren.

Zur Übersicht ein Ausschnitt aus der Liste der Würzburger Fürstbischöfe:
Julius Echter von Mespelbrunn 1573-1617
Johann Gottfried von Aschhausen 1617-1622
Philipp Adolf von Ehrenberg 1623-1631
Franz von Hatzfeld 1631-1642
Johann Philipp von Schönborn (desgl. Erzbischof von Mainz) 1642-1673
Johann Hartmann von Rosenbach 1673-1675
Peter Philipp von Dernbach (desgl. Bischof von Bamberg) 1675-1683
Konrad Wilhelm von Wernau 1683-1684
Johann Gottfried von Guttenberg 1684-1698
Johann Philipp von Greiffenclau-Vollraths 1699-1719
Johann Philipp Franz von Schönborn 1719-1724

Christoph Franz von Hutten 1724-1729
Friedrich Carl von Schönborn (desgl. Bischof von Bamberg) 1729-1746
Anselm Franz von Ingelheim 1746-1749
Karl Philipp von Greiffenclau-Vollraths 1749-1754
Adam Friedrich von Seinsheim (desgl. Bischof von Bamberg) 1755-1779

Literatur, Links und Quellen:
Lokalisierung in Google Maps: https://www.google.de/maps/@49.7890566,9.9328047,19.92z - https://www.google.de/maps/@49.7891276,9.9328608,72m/data=!3m1!1e3
St. Peter und Paul in Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/St._Peter_und_Paul_(Würzburg)
St. Peter und Paul im Würzburg-Wiki:
https://wuerzburgwiki.de/wiki/St._Peter_und_Paul_(Altstadt)
St. Peter und Paul auf Mein Würzburg:
http://www.mein-wuerzburg.com/peterundpaul.htm
Johannes Mack: Der Baumeister und Architekt Joseph Greissing, mainfränkischer Barock vor Balthasar Neumann, hrsg. von der Gesellschaft für fränkische Geschichte, VIII. Reihe: Quellen und Darstellungen zur fränkischen Kunstgeschichte, c/o Verlag Ph. C. W. Schmidt, 1. Auflage 2009, 797 S., ISBN-10: 3866528167, ISBN-13: 978-3866528161, S. 262-280, S. 660
Anton P. Rahrbach, Reichsritter in Mainfranken. Zu Wappen und Geschichte fränkischer Adelsfamilien. Bauer & Raspe Verlag - Die Siebmacherschen Wappenbücher, die Familienwappen deutscher Landschaften und Regionen, Band 2, 2003, ISBN 3-87947-113-4
Peter Kolb: Die Wappen der Würzburger Fürstbischöfe. Herausgegeben vom Bezirk Unterfranken, Freunde Mainfränkischer Kunst und Geschichte e.V. und Würzburger Diözesangeschichtsverein. Würzburg, 1974, 192 S.
Pius Bieri: Joseph Greissing, im Projekt Süddeutscher Barock:
http://www.sueddeutscher-barock.ch/PDF-Bio_M/Greissing_Joseph.pdf

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Die Wappen der Fürstbischöfe von Würzburg - Teil (1) - Teil (2) - Teil (3) - Teil (4)
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