Bernhard Peter
Historische Graphik:
Otto Hupp: Münchener Kalender 1924

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Wappen der freien Stadt Danzig
In Rot zwei schwebende silberne Tatzenkreuze übereinander, überhöht von einer goldenen Laubkrone. Danzig wurde 1920 aufgrund der Festlegungen des Versailler Vertrages vom Reichsgebiet abgespalten und unter dem Namen "Freie Stadt Danzig" zu einem eigenständigen Staat, einem autonomen Freistaat, der bis 1939 bestand. Nach dem Überfall auf Polen wurde der Zustand beendet und Danzig dem Reichsgau Danzig-Westpreußen eingegliedert. Das Wappen des Freistaates wurde im Art. 2. der Verfassung vom 17.11.1920 festgelegt, ist aber in ähnlicher Form bereits seit 1410 belegt. Anstelle der Tatzenkreuze sind auch einfache griechische Kreuze mit geraden, nicht verbreiterten Abschlüssen üblich.

Monatsblätter

 
von Bodelschwingh
In Gold ein roter Balken, darüber eine blaue rautenförmige Schnalle (Rink, Gürtelschnalle), auf dem gekrönten Helm mit rot-goldenen Decken eine blaue rautenförmige Schnalle (Rink, Gürtelschnalle) angestemmt zwischen einem goldenen Flug, beiderseits mit einem roten Balken belegt.
  von Bonstetten
Innerhalb eines goldenen Fadenbordes in Schwarz drei silberne, aneinander anstoßende Rauten nebeneinander, auf dem ungekrönten Helm mit schwarz-silbernen Decken ein silberner Schwan mit erhobenen schwarzen und mit den drei Rauten belegten Flügeln wachsend.
 
Ebner von Eschenbach
Mit Spitzen von Blau und Gold gespalten (hier gewendet), auf dem gekrönten Helm mit blau-goldenen Decken ein Paar Büffelhörner, das rechte blau, das linke golden, beide mit Mündungen in Gegenfarbe und außen mit je fünf silbernen Straußenfedern besteckt.
  von Einsiedel
In Gold ein Einsiedler in schwarzem Habit und mit übergezogener Kapuze, auf der rechten Schulter eine rotgestielte Gartenhacke mit zwei Zinken tragend, in der Linken einen roten Rosenkranz mit abhängendem goldenen Kreuz haltend, auf dem ungekrönten Helm mit schwarz-goldenen Decken der Einsiedler aus dem Schild wachsend.
 
von Hundbiss (Huntpiss, Humpis etc.)
In Schwarz drei silberne, rotgezungte Windspiele (Hunde, Windhunde) mit rotem Halsband und goldenem Ring daran übereinander (das Wappen ist gewendet), auf dem ungekrönten Helm mit schwarz-silbernen Decken ein sitzendes silbernes Windspiel wie im Schild.
  von Ompteda
In Silber ein goldener Doppeladler, auf dem gekrönten Helm mit silbern-goldenen Decken ein grünes, gestieltes Kleeblatt zwischen einem goldenen Flug.
 
von Reventlow
Silbern-rot durch einen Zinnenschnitt schrägrechts geteilt (hier gewendet), auf dem ungekrönten Helm mit rot-silbernen Decken auf einem roten Spickel ein goldener, ringsum mit silbernen Straußenfedern besteckter Ring.
  von Rheinbaben
In Gold ein aufspringender schwarzer Hirsch (hier gewendet), auf dem ungekrönten Helm mit schwarz-goldenen Decken der schwarze Hirsch wachsend.
 
von Soden
Ror-silbern geteilt mit zwei Rosen übereinander in verwechselten Farben, golden bebutzt und mit grünen Kelchblättern, auf dem gekrönten Helm mit rot-silbernen Decken zwei Turnierlanzen mit goldenem Schaft und rot-silbern geteilten Fähnchen mit Schwenkel daran.
  von Spee
In Silber ein schreitender, golden gekrönter und ebenso bewehrter, roter Hahn (hier gewendet), auf dem ungekrönten Helm mit rot-silbernen Decken ein wachsender, auffliegender, golden gekrönter roter Hahn, auf den Flügeln jeweils ein silbernes Schildchen mit einem einwärts schreitenden, golden gekrönten roten Hahn.
 
von Steuben
Blau-silbern gespalten mit einem roten Schrägbalken (Schrägrechtsbalken), auf dem gekrönten Helm mit rot-silbernen und blau-silbernen Decken ein Paar Büffelhörner, das eine silbern mit rotem Schrägrechtsbalken, das andere blau mit rotem Schräglinksbalken. Das Wappen ist gewendet.
  von Zinzendorf
Geviert, Feld 1 rot, Feld 2 und 3 silbern, Feld 4 schwarz, auf dem ungekrönten Helm mit silbern-roten Decken ein Paar roter Büffelhörner, jedes Horn außen mit drei silbernen Kugeln besteckt.

Literatur, Quellen und Links:
Otto Hupp, Münchener Kalender, Jahrgang 1924, Verlagsanstalt, München und Regensburg, 1924

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Die Abb. sind selbst angefertigte Scans historischer, aufgrund ihres Alters gemeinfreier Originale von Otto Hupp.
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