Bernhard Peter
Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 2587
Bayreuth (Oberfranken)

Ordenskirche St. Georgen, Teil 5: Tafeln 73-85

Übersicht über die in diesem Kapitel vorgestellten Personen:

Ordensmitglied Datierung
Johann Adam von Gravenreuth 1759
Andrè Louìs Marquìs de Silva 1761
Friedrich Jacob Muffel von Eschenau und Eckenhaid 1763
Georg Hartmann von Erffa 1763
Johann Georg Tucher von Simmelsdorf 1765
Johann von Rothkirch ---
Philipp Heinrich Freiherr von und zu Hanstein 1766
 
Ordensmitglied bzw. Person Datierung
Johann Gottlob von Meyern 1764
Pierre Auguste Graf Wallis von Karighmain (Carrighmain) 1764
Christian Ulrich von Ketelhodt 1765
Carl Graf von Schmettau 1768
Oberst Franz von Seybothen 1786
Sir Henry Echlin 3rd Baronet Echlin 1767
Simon Claude Amable Baron de Tubeuf 1768

Wappentafeln an den Wänden unterhalb der Emporen und sonstige Wappendarstellungen:
Abb. links unten: Tafel 73: Aufschwörschild für "JOHANN ADAM V: GRAVENREUTH" = Johann Adam von Gravenreuth, datiert auf 1759. Blasonierung: In Blau aus naturfarbenen Felsen im linken Untereck hervorwachsend ein silbernes, golden bewehrtes Einhorn, auf dem blau-golden bewulsteten Helm mit ebensolchen Decken das Einhorn wachsend. Nachweis: Siebmacher Band: Bay Seite: 37 Tafel: 34. Rietstap: "D'azur à une licorne d'argent issante d'une terrasse rocheuse du même mouv. de l'angle senestre de la pointe. Cimier une licorne issante d'argent". Zur weiteren Familiengeschichte siehe zweites Kapitel zu dieser Kirche. Johann Adam von Gravenreuth wird genannt als Kammerjunker, Hauptmann, Obrist und Kommandant des Leib-Corps. 1764 ist er Generalmajor und Träger des Großkreuzes des Ordens.

Abb. rechts unten: Tafel 74: Aufschwörschild für "Andrè Louìs Marquìs de Silva", datiert auf 1761. Blasonierung nach Befund: Gespalten, rechts in Grün ein roter, golden gekrönter Löwe, links geviert, Feld 1 und 4: in Gold drei Schrägbalken, golden (sic!), blau und rot, Feld 2 und 3: in Gold ein schwarzer, golden gekrönter Adler. Ohne Nachweis (ungeprüft, vermutlich bis auf den Adler nicht korrekt, Hinweise zur Verifizierung willkommen). André Louis Marquis de Silva, über den sonst nichts zu finden ist, war königlich-spanischer Kammerherr und Oberster.

 

Abb. links unten: Tafel 75: Aufschwörschild für "Fried: Jacob. V. Muffel. V. E. U. E." = Friedrich Jacob Muffel von Eschenau und Eckenhaid (1708-1774), Oberforstmeister, datiert auf 1763. Blasonierung: Geviert, Feld 1 und 4 (Stammwappen): gespalten, rechts in Rot ein pfahlweise gestellter, manchmal gekrümmter, silberner Fisch, links in Gold ein gewendeter, gekrönter, schwarzer Löwe, Feld 2 und 3: gespalten, rechts in Gold ein gekrönter, schwarzer Löwe, links in Schwarz ein gekrönter, goldener Löwe. Zu diesem Wappen gehören zwei Helme, Helm 1 (rechts): auf dem gekrönten Helm mit rot-silbernen Decken eine wachsende silberne Bracke (Stammkleinod), je nach Quelle auch mit schwarzem Behang und schwarzem Halsband, Helm 2 (links): auf dem gekrönten Helm mit schwarz-goldenen Decken ein wachsender, gekrönter, goldener Löwe zwischen einem schwarzen, mit goldenen gestürzten Lindenblättchen belegten Flug. Nachweis: Siebmacher Band: Bay Seite: 99 Tafel: 119, Band: SchwA Seite: 22 Tafel: 15, Band: ThüA Seite: 16 Tafel: 11, im alten Siebmacher von 1605 einige Farben abweichend.

Die Muffel sind eine zum Nürnberger Patriziat gehörende Familie. Stammvater der Muffel ist ein Ministeriale namens Marquard, in der Mitte des 13. Jh. zur Verwaltung des Reichsgutes in Nürnberg eingesetzt. Auf ihn gehen drei stammesverwandte Familien zurück, die Muffel, die von Neumarkt und die Weigel. Alle drei waren rings um Neumarkt begütert. Diese drei Familien verselbständigten sich und wanderten als Kaufleute nach Nürnberg zu. Die Muffel von Eschenau sind 1784 ausgestorben; 1912 erloschen die Muffel von Ermreit/Ermreuth.

Friedrich Jacob Muffel von Eschenau war der Sohn von Christoph Jakob II. Muffel von Eschenau (1669-16.7.1751), welcher dreimal verheiratet war, in erster Ehe 1700 mit Anna Scholastika Katharina Storch von Klausen (-1704), in zweiter Ehe 1705 mit Magdalena Elisabeth Lochner von Hüttenbach (1675-1712) und in dritter Ehe 1716 mit Eberhardina Sophia von Waldeck. Friedrich Jacob Muffel von Eschenau stammt aus der zweiten Ehe. Er wurde Oberforstmeister zu Eschenau. Er war es, der 1751 einen Halbteil von Eschenau an Brandenburg-Kulmbach verkaufte. Wie schon im Abschnitt zur Familie Grone erwähnt, gab es in Eschenau mehrere Herrensitze. Die Besitzverhältnisse in dem dreigeteilten Eschenau waren schwierig; man verwaltete den Besitz zwar ab 1708 gemeinsam, aber jede der drei Parteien mußte eine eigene Verwaltung mit Angestellten finanzieren, und man konkurrierte auch noch in der Hofhaltung. Die Untertanen wurden geschröpft, und trotzdem reichte es hinten und vorne nicht, weil keiner sich etwas zurücknehmen wollte. Der Ton zwischen den drei Parteien wurde rauh, bis hin zum Mord an Johann Wilhelm Muffel an einem Brückchen über die Gründlach, wo er gerade nach Nürnberg unterwegs war, ein Mord, für den die Witwe 1724 die Brüder Christoph Jakob II. (Vater dieses Ordensmitglieds) und Georg Tobias Muffel (1668-1728) auf den anderen Anteilen verantwortlich machte. Christoph Jakob II. Muffel floh nach Prag, wo er aber überraschend in Arrest kam und erst nach 3 Jahren freigelassen wurde, nachdem seine Schuld nicht festgestellt werden konnte. Der Mord selbst wurde nie aufgeklärt. Dieser Friedrich Jakob Muffel hier, Sohn eines der beiden des Mordes Bezichtigten, übernahm 1737 vom Vater die Verwaltung des Besitzes in Eschenau. Diesem Gut war er nie mit Leib und Seele verbunden, er sah es nur als Geldhahn und gab aus, was er konnte. Er verschleuderte regelrecht die Substanz des Gutes, das dadurch immer weiter in wirtschaftliche Schwierigkeiten geriet. Erst durch den Verkauf an die Markgrafen wurden die Probleme in Eschenau einer Lösung zugeführt. Für seinen Anteil an Eschenau bekam er 45000 Gulden. Er verkaufte schon am 15.7.1751, ein knappes halbes Jahr vor Christian Friedrich von Grone, und übertölpelte dabei noch seinen Vetter. Friedrich Jacob Muffel wurde nach dem Verkauf, der nur wenige Tage nach dem Tod des alten Vaters vorgenommen wurde, Oberamtmann im neu eingerichteten Oberamt Eschenau. Im Jahre 1734 heiratete Friedrich Jacob Muffel von Eschenau Susanna Maria Fürer (1709-1779).

 

Abb. rechts oben: Tafel 76: Aufschwörschild für "GEORG HARTMANN VON ERFFA" = Georg Hartmann von Erffa (14.5.1727-11.6.1770) , datiert auf 1763. Blasonierung: In Blau ein goldener Adlerflug, auf dem gekrönten Helm mit hier rot-silbernen (auch blau-golden vorkommend) Decken hier neun von Rot und Silber geteilte Fähnlein an goldenen Schäften, wobei Anzahl und Farbe der Fähnlein durchaus einer gewissen Variationsbreite unterliegen können. Nachweis: Siebmacher Band: Pr Seite: 124 Tafel: 167, Band: ThüA Seite: 34 Tafel: 26. Rahrbach. Rietstap: "D'azur à deux demi-vols adossés d'or. Casque couronné. Cimier six pennons alternativement de gueules et d'argent les lances d'or". Zur weiteren Familiengeschichte siehe drittes Kapitel zu dieser Kirche.

Hier haben wir es mit Georg Hartmann von Erffa zu tun (Biedermann Ottenwald Tafel 246), zu Niederlind, Rodach, Erkenbrechtshausen, Burleswagen und Sindelsheim (als Geburtsjahr findet man 1717 und 1727). Er war der Sohn von Johann Friedrich Kraft von Erffa (4.1.1688-15.6.1741), Geheimer Rat des Königs von Großbritannien und des Herzogs von Braunschweig-Lüneburg und Kurfürsten von Hannover, Georg August von Hannover = König Georg II., und Henrietta Ernestina Louise von Bibra. Georg Hartmann heiratete 1758 Louise Wilhelmine Magdalena von Schönfeld, die Tochter von Christian Wilhelm von Schönfeld (-1769) und Christiane Magdalena Eleonora von Wurmb (1700-). Das Paar hatte zwei Söhne, Gottlieb Friedrich Hartmann von Erffa (1761-1821), Sachsen-Meiningenscher Geheimer Rat und Oberstallmeister, der Caroline Friederike Sophie von Bibra (1771-1825) ehelichte, und Karl Lebrecht Hartmann von Erffa (17.2.1761-9.9.1825), der kinderlos blieb.

Georg Hartmann von Erffa wurde zunächst Hofjunker am Hof von Sachsen-Coburg-Saalfeld und lebte in Coburg. Dann wechselte er den Dienstherrn und stieg auf bis zum Brandenburg-Ansbachischen Geheimen Rat und Staatsminister und Statthalter in Bayreuth, nachdem das Haus Bayreuth dem Haus Ansbach zugefallen war und die Markgraftümer Brandenburg-Bayreuth und Brandenburg-Ansbach in Personalunion regiert wurden. Das Großkreuz des Ordens erhielt er 1765. Er ist nicht zu verwechseln mit dem ungleich bekannteren, gleichnamigen Georg Hartmann von Erffa (1649-1720), seinem Großvater, Generalfeldzeugmeister des Fränkischen Kreises, welcher im Jahre 1702 von Kaiser Leopold I. das erbliche Reichsfreiherrendiplom erhielt (Biedermann Ottenwald Tafel 245).

 

Abb. links oben: Tafel 77: Aufschwörschild für "I. G. TUCHER v. SIMMELSDORFF und WINTERSTEIN" = Johann Georg Tucher von Simmelsdorf (1735-29.1.1805), datiert auf 1765. Blasonierung: Geteilt, oben von Silber und Schwarz fünfmal hier schrägrechts geteilt, unten in Gold ein schwarzer Mohrenkopf, auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken ein wachsender, golden gekleideter Mohr, anstelle der Arme zwei silbern-schwarz-golden zweimal geteilte Büffelhörner. Nachweis: Siebmacher (Band: Bay, Seite: 61, Tafel: 65. Das ursprüngliche Wappen zeigte offensichtlich nur die Schrägteilungen. Dann kam nach Schöler ein Kopf, vermutlich ein Königskopf, im unteren Teil hinzu, der dann später zu einem Mauritius-Kopf umgedeutet wurde und schwarz wurde.

Die Tucher sind ein altes ratsfähiges nürnbergisches Patriziergeschlecht, das seinen Beinamen nach dem 1598 erworbenen Rittergut Simmelsdorf bei Lauf hat, das in der ersten Hälfte des 14. Jh. einen beispiellosen Aufstieg in der Reichsstadt erlebte, durch eine Fernhandelsgesellschaft wohlhabend wurde und welches am 16.4.1815 durch König Max I. von Bayern in den Freiherrenstand erhoben wurde. Die älteste erhaltene Wappendarstellung der Familie findet man in der Nürnberger Sebaldkirche auf der Figur des Apostels Bartholomäus. Die Tafel nennt zwei Herrensitze: Simmelsdorf hatte als Herrensitz ein wohnturmartiges Hauptgebäude inmitten einer Weiher-Graben-Anlage. 1598 konnte die Tucher-Stiftung das Rittergut Simmelsdorf erwerben, wobei das Schloß im 19. Jh. umgebaut wurde und seinen Weiherhauscharakter durch Verfüllung der Gräben verlor. Das Rittergut mit der Burg Winterstein (bei Großengsee) liegt ebenfalls in der Gemeinde Simmelsdorf und wurde 1662/64 von den Tucher erworben, nachdem die Vorbesitzer, die Lochner von Hüttenbach, schwer verschuldet waren. Ende des 17. Jh. wurden die Gebäude instand gesetzt. Gegen Ende des 19. Jh. wurde das Gut an Bauern verkauft. Nur das zweigeschossige Torhaus hat überlebt, die Hauptgebäude wurden wegen Baufälligkeit abgerissen. In den 1930er Jahren kaufte die Tucher-Stiftung das Anwesen zurück.

Es handelt sich hier um Johann Georg Tucher von Simmelsdorf, den Sohn von Georg Stephan Tucher von Simmelsdorf (1709-1.11.1756), welcher zweimal verheiratet war, in erster Ehe 1734 mit Helena Maria Löffelholz von Colberg, der Erbtochter von Hans Christoph Löffelholz, und am 14.2.1753 mit Eleonora Charlotta von der Oelsnitz, die Witwe seine Vetters. Johann Georg Tucher stammt aus erster Ehe. Sein Vater war 1709-1756 Stiftungsverwalter, selbst 1756-1805. Die Großeltern waren Johann Jakob Tucher (1674-1746) und Klara Rosina Derrer. Von einstiger Blüte war die Familie mittlerweile weit entfernt, sie hatte kaum noch Mitglieder in den verbleibenden zwei Linien und konnte nach 1756 keine Ratsstelle mehr besetzen. Johann Georg Tucher studierte ab 1753 an der Universität Altdorf und wechselte dann an die erst 1743 gegründete Universität Erlangen und kam so in den Einflußbereich der Markgrafen von Brandenburg-Bayreuth. Nach Erbauseinandersetzungen innerhalb der Familie kam es zum großen Knall, wo gleichzeitig mit mehreren Traditionen gebrochen wurde: Johann Georg Tucher gab 1761 das Bürgerrecht in Nürnberg auf (ein Unding für eine alteingesessene Ratsfamilie, die zu den wichtigsten Geschlechtern der Stadt gehörte!), behielt sich aber das Aufenthaltsrecht vor. Dazu konvertierte er zum katholischen Glauben und ging in kurbayerische Dienste. Er wurde kurbayerischer Hof- und Regierungsrat. Im Jahre 1764 gab er in Schwabach die "Summarische Deduction von dem Alterthum-, Thurnier-, Ritter- und Stifftsmäßigkeit, auch Reichs-Immedietät des Geschlechts der Tucher von Simmelsdorf und Winterstein" heraus, eine Schrift, die die Gleichrangigkeit der Tucher mit dem Landadel darlegen sollte und eine Herausforderung der Nürnberger Patrizierfamilien war, denen er mit dieser Schrift eben genau diesen Rang absprach, den er selbst für die Familie Tucher beanspruchte. Das unhistorische und haltlose Pamphlet blieb nicht ohne Wirkung: Die Nürnberger Patrizierfamilien, allen voran seine Vettern, wehrten sich damit, daß sie ihn als Verwalter der Tucher-Stiftung loswerden wollten, denn das könne nur ein Nürnberger Bürger und ein Protestant sein. Man stritt sich kostspielig vor Gericht bis zu einem Vergleich im Jahre 1786. Da Johann Georg Tucher, der sich auf einmal 1789 wieder in Nürnberg ein Haus am Maxplatz 44 kaufte, kinderlos blieb, wurde die Familie nur von seinen Vettern und von einem Neffen fortgesetzt. Diese Aufschwörtafel erinnert also aus Nürnberger Sicht an ein schwarzes Schaf der Familie.

Abb. rechts oben: Tafel 78: Aufschwörschild für "I: v: ROTH KIRCH" = Johann von Rothkirch, undatiert. Blasonierung: In Gold drei (2:1) schwarze, golden gekrönte Adlerköpfe mit Hals, auf dem gekrönten Helm mit schwarz-goldenen Decken ein wachsender, schwarzer, golden gekrönter Adlerkopf. Nachweis: Siebmacher Band: Ost Seite: 407 Tafel: 159, Band: ÖSchl Seite: 66 Tafel: 36, Band: SchlA3 Seite: 147 Tafel: 96, Band: PrGfE Seite: 13 Tafel: 9, Band: PrGfE Seite: 44 Tafel: 29, Jahrbuch des Deutschen Adels, Bd. 2, 1898. Rietstap: "D'or à trois têtes d'aigle de sable couronnées du chacun champ languées de gueules. Casque couronné. Cimier une tête d'aigle de l'écu".

Die von Rothkirch gehören zum Schlesischen Uradel und nennen sich nach dem in Liegnitz liegenden Dorf Rothkirch, wo die ältesten Besitzungen des Geschlechts in der Nähe liegen. Von hier aus breiteten sie sich weiter aus, insbesondere in Schlesien. Später wurde das Wappen der von Rothkirch und Trach bzw. der von Rothkirch und Panthen vermehrt: Gespalten, rechts Stammwappen, Adlerköpfe einwärts gekehrt, links in Blau ein aufgerichteter, goldener, rotgezungter Drache mit aufgeschwungenen Flügeln. Rietstap: "Parti au 1 d'or à trois têtes d'aigle contournée de sable languées de gueules couronnées du champ (Rothkirch), au 2 d'azur à un dragon ailé rampant d'or (Trach). Deux casques. Cimiers: 1° une tête d'aigle du 1. Lambrequin d'or et de sable. 2° le dragon issant. Lambrequin d'or et d'azur. Supports à dextre une aigle de sable couronnée d'or à senestre un dragon ailé d'or".

Der Hintergrund der Wappenvereinigung war, daß Johann Wenzel Freiherr von Trach den verschwägerten Johann Friedrich von Rothkirch, herzoglich sachsen-altenburgischer Kanzler, adoptierte. Am 4.3.1757 erlaubte Friedrich der Große Vereinigung der Wappen und Namen zu von Rothkirch und Trach, außerdem erhob er bei dieser Gelegenheit Johann Friedrich in den Freiherrenstand.

Die Brüder Leopold und Leonard von Rothkirch aus der Panthener Linie wurden mit Diplom vom 22.1.1826 als Grafen von Rothkirch und Panthen in den österreichischen Grafenstand erhoben. Sie verwendeten das Stammwappen, bereichert um eine Grafenkrone auf dem Schild und zwei Geharnischten als Schildhalter.

Eine weitere Vermehrung führte zu folgendem Wappen: Geviert, Feld 1: Stammwappen, Feld 2: in Schwarz auf grünem Boden ein schwertschwingender Geharnischter mit roter Binde auf einem rot gesattelten Schimmel, auf dem Helm drei Straußenfedern, einer blauen zwischen zwei roten, Feld 3: in Schwarz auf grünem Boden eine linksgekehrte Kanone, neben der ein sie abfeuernder Soldat (Constabler) in lederfarbene Kleidung steht, Feld 4: in Gold ein gekrönter goldener (sic!) Löwe.

Freiherr Alexander Wolfgang von Rothkirch und Trach wurde 1851 von seinem Onkel Friedrich von Schwarzenfels adoptiert, was zu einer weiteren Vermehrung führte. Am 24.10.1851 und am 22.12.1851 wurde die Hinzunahme des Namens Schwarzenfels bestätigt. Diese dritte Variante für die von Rothkirch und Trach genannt Schwarzenfels ist geviert mit Herzschild, Feld 1 und 4: in Blau ein einwärts gekehrter doppelschwänziger goldener Löwe, Feld 2 und 3: in Silber ein schwarzer Fels, Herzschild gespalten aus Stammwappen und Drachen wie beim ersten vermehrten Wappen, aber auf vertauschten Plätzen. Rietstap: "écartelé, aux 1 et 4 d'azur au lion d'or celui du 1 contourné, aux 2 et 3 d'argent à un rocher de sable mouvant de la pointe (Schwarzenfels). Sur le tout parti, a) d'azur à un dragon ailé d'or rampant et contourné (Trach), b) d'or à trois têtes d'aigles de sable couronnées d'or (Rothkirch). Trois casques couronnés. Cimiers: 1° le dragon. Lambrequin d'argent et d'azur (Trach). 2° une colonne de sable couronnée d'or ch. de deux bandes d'argent et sommée de trois plumes d'autruche une de sable entre deux d'argent. Lambrequin d'or et d'azur (Schwarzenfels). 3° une tête d'aigle de sable couronnée d'or. Lambrequin d'or et de sable (Rothkirch). Supports à dextre un dragon ailé d'argent, à senestre une aigle de sable".

Am 18.10.1861 wurde Ernst Edwin Freiherr von Rothkirch und Trach in den preußischen Grafenstand erhoben. Am 15.11.1861 wurde Leopold Freiherr von Rothkirch und Trach auf Bärsdorf mit dem Namen Graf von Rothkirch, Freiherr von Trach in den preußischen Grafenstand erhoben.

Der hier mit seinem Aufschwörschild vertretene Freiherr Johann von Rothkirch war markgräflicher Wirklicher Geheimrat und Regierungspräsident. Er war 1751/1752 markgräflicher Gesandter bei der Reichsversammlung in Regensburg. Er vertrat aber als Gesandter nicht nur Brandenburg-Bayreuth, sondern auch Pfalz-Zweibrücken und Württemberg. Er galt als Preußen-freundlich und geriet daher nach Ausbruch des Siebenjährigen Krieges in den Focus österreichischen Mobbings, denn Österreich wollte Anhänger Preußens nach Möglichkeit vom Regensburger Parkett hinwegmobben. Johann von Rothkirch verlor ab 1757 seine Reichstagsvoten bzw. legte sie nieder, weil er wegen seiner Preußen-freundlichen Haltung so stark unter österreichischen Druck geriet. 1753 wurde er Minister, außerdem war er Landeshauptmann zu Neustadt an der Aisch. Er bewohnte in Bayreuth die ehemalige Postei, Friedrichstraße 15, wo gerade die Universität ausgezogen und nach Erlangen verlegt worden war.

 

Abb. links oben: Tafel 79: Aufschwörschild für "Philip Heinrich Freyherr von und zu Hanstein" = Philipp Heinrich Freiherr von und zu Hanstein (1.10.1729-1809), datiert auf 12.3.1766. Blasonierung: In Silber drei (2:1) hier abnehmende, schwarze, gesichtete Mondsicheln, auf dem ungekrönten Helm mit schwarz-silbernen Decken eine silberne Säule, beiderseits in der Mitte mit einem abgewendeten, gesichteten, schwarzen Halbmond besteckt, oben mit schwarzem Hahnenfederbusch. Nachweis: Siebmacher Band: Bad Seite: 104 Tafel: 61, Band: He Seite: 12 Tafel: 12, Band: AnhA Seite: 27 Tafel: 15, Band: Han Seite: 8 Tafel: 9, Band: Pr Seite: 45 Tafel: 56, Deutsche Wappenrolle DWR Band: LIII Seite: 74 Nummer: 9279/90, Grote: Geschlechts- und Wappenbuch des Königreichs Hannover und des Herzogtums Braunschweig, Niedersächsische Wappenrolle 2-950. Es gibt eine gewisse Variationsbreite hinsichtlich der Richtung der Mondsicheln (zunehmend oder abnehmend, ihrer Form (gesichtet oder ungesichtet) und des Kleinods (mit Schaft oder ohne). In der heute als maßgeblich anzusehenden Variante der DWR sind die Mondsicheln zunehmend und ungesichtet, der Helm ist gekrönt, die Helmzier besitzt den Schaft unter den Hahnenfedern.

Die Familie, eine der wichtigsten Landadelsfamilien im Eichsfeld, nennt sich nach der dortigen Burg Hanstein. In einer Urkunde aus dem Jahr 1236 nennt sich Heidenreich von Hanstein erstmals mit diesem Namen. Seine Enkel Heinrich und Lippold, die Erbauer der dritten Burg Hanstein im Jahre 1308, standen als Ministerialen in Dienst der Erzbischöfe von Mainz und übten die Funktion eines Vicedomus aus. Vermutlich leitet sich der Name von "Hagen" auf, einer Einfriedung mit Wall und Graben, "Hanstein" ist also ein mit irgendeinem Hindernis wie Befestigung, Pfahlwerk, Zaun o.ä. geschützter Ort auf einem Felsen. Von den oben genannten Brüdern Heinrich und Lippold starb die Linie von Heinrich schnell wieder aus. Alle späteren Hanstein stammen also von dem Bruder Lippold bzw. dessen Sohn Heinrich ab. Lippolds Enkel teilten sich Ende des 14. Jh. in zwei Hauptlinien, wobei die Linie eines anderen Lippold auch Besenhäuser Linie genannt wird, die Linie von Dittmar aus Ershäuser Linie. Die meisten Nachkommen lebten nach wie vor auf Burg Hanstein, zeitweise bis zu 17 einzelne Familien. Aus den Ministerialen wurden Lehnsleute des Mainzer Kurfürstentums, noch später Offiziere und Beamte. Im Verlauf des 16. Jh. wurde Burg Hanstein verlassen; die einzelnen Familien schwärmten auf umliegende Rittersitze aus. Ein Familienverband der von Hanstein wurde bereits 1447 gegründet; er besteht bis heute. Eine Zäsur gab es mit der Reformation, der sich die von Hanstein wie die meisten eichsfeldischen Adelsfamilien anschlossen, was Karrieren in Mainzer Diensten auf lange Zeit verunmöglichte. Entsprechend suchten die Familienmitglieder Dienste an protestantischen Höfen der Zeit: Hessen, Braunschweig, und auch Brandenburg-Bayreuth. Aber auch in Kriegsdiensten finden wir Familienmitglieder: Hessen, Württemberg (Conrad von Hanstein half Herzog Ulrich, sein Land wieder zu bekommen), Dänemark, Sachsen-Coburg-Gotha, Sachsen-Weimar-Eisenach, Holland, Preußen, Hannover. Aber auch für die katholische Seite (Kaiser, Spanien) kämpften einige Familienmitglieder. Die freiherrliche Stellung der Familie war zwar unumstritten, doch am 31.1.1840 gab es vom preußischen König Friedrich Wilhelm III. für Karl Philipp Emil von Hanstein als Senior der Familie und ehemaligem kurfürstlich-hessischen Staatsminister und für seine Nachkommen ein besonderes Freiherren-Diplom. Die Lippoldsche Linie starb in der ersten Hälfte des 20. Jh. aus, die Dittmarsche Linie besteht fort, ebenso die Braunschweiger Seitenlinie.

Der hier mit seiner Aufschwörtafel vertretene Philipp Heinrich von Hanstein auf Oberellen, Hardhof etc. entstammte dem 1. Zweig der zweiten Linie der Familie (Lippolds Linie, Besenhäuser Linie). Er war Brandenburg-Bayreuthischer Kammerherr, Major und Geheimer Regierungsrat. Er lebte auf seinem Gut Hardhof bei Langenzenn im Ansbachischen. Er war Freimaurer und verfaßte Schriften unter dem Pseudonym F. C. H. von Mondstein, wobei "Mond-" eine Anspielung auf das Familienwappen ist und "-stein" noch aus dem echten Namen stammt. Sein Bruder Johann Wolfgang von Hanstein, war Ansbachischer Kammerherr.

Bei dieser Gelegenheit noch eine Anmerkungen zu ein paar "Derivaten" der Familie:

Abb. rechts oben: Tafel 80: Aufschwörschild für "IOHAN GOTTLOB V: MAYERN" = Johann Gottlob von Meyern (29.2.1720-27.3.1789), datiert auf 1764. Blasonierung (es werden die Soll-Farben angegeben): Geteilt, oben in eigentlich Silber (nicht Blau wie hier!) ein schwarzer Adler, unten in Rot ein silberner, von drei silbernen, gestielten Blumen (Maiglöckchenblüten, nicht Kugeln wie hier!) begleiteter Sparren. Auf dem schwarz-silbern-rot bewulsteten Helm mit rechts schwarz-silbernen und links rot-silbernen Decken drei Straußenfedern in den Farben Schwarz, Silber und Rot, davor ein roter Schrägbalken mit drei silbernen Maiglöckchenblüten. Hier sind die meisten silbernen Flächen falsch, blau oder braun, auch im Kleinod. Nur die Motive in der unteren Schildhälfte sind korrekt silbern. Überall sind die Maiglöckchenblüten zu Kugeln vereinfacht worden. Nachweis: Siebmacher Bad Seite: 117 Tafel: 68, Band: Sa Seite: 14 Tafel: 13, Band: Bay Seite: 98 Tafel: 116, Band: Pr Seite: 55 Tafel: 71, Tyroffsche Wappenbücher. Rietstap: "Coupé, au 1 d'argent à l'aigle de sable, au 2 de gueules au chevron d'argent acc. de trois roses de quatre feuilles du même. Cimier trois plumes d'autruche de sable d'argent et de gueules à une fasce de gueules ch. de trois roses d'argent 2 et 1 brochant sur lesdites plumes. Lambrequin à dextre d'argent et de sable, à senestre d'argent et de gueules." Rietstap interpretiert die Maiglöckchenblüten als Rosen.

Die Familie stammt ursprünglich aus Böhmen. Johann Gottlob von Meyern war der Sohn von Johann Anton Meyer bzw. von Meyern, Reichspostmeister in Bayreuth, der am 16.3.1736 geadelt wurde. Damit gehört das Ordensmitglied zur jüngeren Linie der Familie. Es gab noch eine ältere Linie der Familie, die von dem am 16.4.1715 geadelten Johann Simon von Meyern begründet wurde, Geheimer Kammerrat und Kammer-Direktor in Bayreuth. Johann Gottlob von Meyern heiratete 1745 in erster Ehe Regina Sophie Eleonora Segnitz aus Schmalfelden (28.9.1721-17.10.1757) und 1758 in zweiter Ehe Christina Wilhelmina Johanne von Schauroth (9.4.1741-25.12.1800). Insgesamt hatte er 19 Kinder, 10 Söhne und 9 Töchter. Die meisten Söhne gingen in den Militärdienst mit einer Häufung beim Fürstentum Braunschweig. Einer der Söhne, Ludwig Gottlob von Meyern (1755-1781), kämpfte ab 1776 als Leutnant im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg.

Johann Gottlob von Meyern wuchs in Bayreuth auf und studierte Rechtswissenschaften in Jena. 1743 wurde er in seiner Heimatstadt Sekretär, 1744 Rat, Oberforst- und Jagdsekretär des Markgrafentums Bayreuth, 1748 Regierungsassessor, 1750 Hof- und Landschaftsrat. 1756 wurde er Kammerjunker, 1758 Reichspostmeister wie schon sein Vater zuvor, 1759 wirklicher Kammerherr und General- und Oberdirektor über sämtliche Wege, Straßen, Wasserleitungen, Brücken und öffentlichen Brunnen im Markgrafentum, und 1760 wurde er schließlich Reichspostdirektor in Bayreuth. Der Aufstieg war eng an den Markgrafen Friedrich III. von Brandenburg-Bayreuth (10.5.1711-26.2.1763) gekoppelt. Dessen Nachfolger krempelte den Hofstaat um, und Johann Gottlob von Meyern suchte sich einen neuen Dienstherrn und ging an den Hof der Herzöge von Braunschweig-Wolfenbüttel, wo sowieso schon etliche Söhne in der Armee dienten. Dennoch erfolgte seine Ordensaufnahme erst 1764. In Braunschweigischen Diensten wurde er Landdrost in Holzminden und Kurator der Klosterschule Amelungsborn. Die Stelle als  kaiserlicher Reichspostdirektor behielt er bis 1771.

An den Hofbeamten Johann Gottlob von Meyern erinnert in Bayreuth das Palais Meyern in der Friedrichstraße, welches er 1750 von Hofarchitekt Joseph Saint-Pierre (-1754, weitere Werke: Eremitage, Sanspareil, Bayreuther Opernhaus, Bayreuther Schloßkirche, Kulmbacher Rathaus) errichten ließ, aber 1753 schon an den Markgrafen verkaufte, der ihm im Gegenzug Land gab und das vom Vater ererbte Gut Bockshof zum Rittergut Mayernberg aufwertete. Dieses Gut verkaufte von Meyern aber 1764 an Carl Emanuel Hornberger, im selben Jahr, auf das diese Tafel datiert ist. Johann Gottlob von Meyern hat auch noch einen berühmten Bruder, den Bayreuther Bevollmächtigten am kaiserlichen Hof in Wien, Bayreuther Kammerrat, dann Kammer-Direktor und Minister und schließlich Erlanger Amtshauptmann und Universitätskurator Adam Anton von Meyern (1700-1774). Am ehemaligen Palais Meyern in Bayreuth, das ohnehin nur kurz vom Bauherrn genutzt wurde, ist jedoch kein Wappen; das Gebäude dient heute als Verwaltungsgericht.

Einer der Söhne von Johann Gottlob von Meyern war August von Meyern, Sachsen-Coburg-Gothaischer Generalmajor, Herr auf Hohenberg, Krusemark und Germerslage. Dieser nahm den Namen seines in der Altmark gelegenen Gutes zusätzlich an, worauf die von Meyern-Hohenberg entstanden, seit 1815 offiziell in Bayern, seit 1817 auch in Preußen. Weil aus dieser Linie nur eine Tochter kam, nahmen die noch lebenden Brüder des Namenvereinigers und deren Söhne ebenfalls den kombinierten Namen an, was 1854 in Sachsen-Coburg-Gotha anerkannt wurde, wo Gustav von Meyern Kabinettsrat war.

 

Abb. links oben: Tafel 81: Aufschwörschild für "PIERRE AUGUSTE ALEXANDRE COMTE DE WALLIS" = Pierre Auguste Graf Wallis von Karighmain (Carrighmain), datiert auf 1764. Blasonierung: In Blau ein goldengekrönter (fehlt hier), silberner, eigentlich doppelschwänziger Löwe, überdeckt von einem silbern-rot (hier falsch golden-rot) gespaltenen Balken, auf dem Helm mit eigentlich blau-silbernen Decken (hier nicht vorhanden) der Löwe mit dem Balken als Gürtel wachsend. Das entspricht dem Stammwappen der Familie. Siebmacher Band: Sibü Seite: 59-60 Tafel: 27-28, Band: Bö Seite: 186 Tafel: 79, Band: Mä Seite: 173 Tafel: 121-122, Rietstap (im Detail siehe unten).

Darstellerisch ist hier der Helm seiner Decken beraubt worden und ist so von einem beiderseits hochgerafften Wappenmantel umgeben, daß dieser aus der hochgesetzten Helmkrone herabfällt, und oben aus der Krone des Wappenmantels die Helmzier hervorwächst - dem Künstler war sicher der prinzipielle Unterschied zwischen Oberwappen und Prunkstück, zwischen Helmzier mit Decken einerseits und Wappenmantel andererseits nicht geläufig, sonst hätte er nicht beide Elemente sich in heraldisch ganz schlechtem Stil so durchdringen lassen, was allenfalls durch die Jahreszahl zwar nicht entschuldigt, aber doch erklärt wird: Verfallszeit, Verlust des Bewußtseins für gute heraldische Gestaltungsgrundsätze. In diesem vom Wappenmantel umhüllten Raum hat man noch zwei goldene, widersehende Löwen als Schildhalter untergebracht, eine Schriftband mit der Devise "NOLI IRITARI LEONEM" - reize nicht den Löwen, und natürlich das Band des Ordens.

Bei der Familie handelt es sich um die ursprünglich aus Wales stammenden Wallis auf Carrighmain. Ob sich der Name tatsächlich vom Land Wales ableitet, ist jedoch zweifelhaft, denn die Familie nennt sich in ihrer Heimat "Walsh of Karrighmain, und dieses Karrighmain liegt in Irland, wo die Familie ebenso wie in Schottland Güter erworben hatte. Die Ursprungsheimat der Familie liegt jedoch in Frankreich, und sie soll schon zu Zeiten König Heinrichs II. Plantagenet, also in der zweiten Hälfte des 12. Jh., das Gebiet von Carrighmain erworben haben. Die gesicherte Stammreihe beginnt mit Sir William Walsh of  Carrighmain um 1550, der Margarethe, Tochter des Richard Fitz-William of Baggotroth, geheiratet hatte. Im Jahre 1612 kam dessen Urenkel Richard Walsh of Carrighmain ins Heilige Römische Reich, und dort wurde der Name in "Wallis" eingedeutscht. Hintergrund war die Lage der Katholiken in England. Richard Walsh, der durch seine zweite Gemahlin, Barbara geb. Gräfin von Schlick (seine erste Frau war Johanna von Consee), die Herrschaft Welchau (Velichov) im Kreis Eger in Böhmen erhalten hatte, nahm an der Schlacht bei Lützen teil und starb 1632 in Magdeburg an seinen dabei erhaltenen Verwundungen. Von da siedelte sich die Familie in Böhmen, Mähren, Schlesien und Ungarn an. Im 19. Jh. kam die Familie auch nach Tirol und in die Steiermark, wie die Aufnahme von Joseph Graf von Wallis Freiherr von Karighmain, k. k. Staats- und Konferenzminister, in die Tiroler Adelsmatrikel am  8.5.1817 und die Landmannschaft in Steiermark am 27.4.1818 für denselben belegen.

Die Familie bekam mehrere Standeserhebungen: Olivier Wallis (1600-21.6.1667) auf Welchau, kaiserlicher Kämmerer, Hofkriegsrat und General-Feldwachtmeister, Sohn des oben genannten Richard Walsh, bekam am 12.12.1651 das böhmische Inkolat im Herrenstand. Er war vermählt mit Maria Agnes Gräfin von Guttenstein auf Hostau im Pilsener Kreise. Die Brüder Georg Ernst Freiherr von Wallis und Franz Ernst Freiherr von Wallis erhielten am 25.1.1688 das ungarische Indigenat. Oliviers Söhne gründeten die Hauptlinien der Familie: Georg Ernst (1637-6.9.1689), Herr auf Welchau, Kunzendorf und Kolleschowitz, k. k. Kämmerer, General-Feldmarschall und Obrist über ein Regiment zu Fuß, gründete die böhmische Linie oder das ältere Haus, und Franz Ernst (-12.12.1712) auf Leskau gründete die mährische Linie oder das jüngere Haus. Zur Einordnung von diesem Kammerherrn Pierre Auguste Graf Wallis, zu dem diese Aufschwörtafel gehört, in die Familiengenealogie sind Hinweise willkommen.

Die drei Brüder Georg Olivier Freiherr von Wallis (8.2.1676-19.12.1744), k. k. Kämmerer und Oberst, dann Feldmarschall, Franz de Paula Freiherr von Wallis und Johann Hugo Freiherr von Wallis, Söhne des oben genannten Georg Ernst Freiherr von Wallis aus der böhmischen Linie, bekamen am 18.3.1706 zu Wien bzw. Laxenburg den erbländisch-österreichischen und böhmischen Grafenstand mit folgender Wappenbesserung: Das Wappen von 1706 ist nach der Abbildung im Diplom einmal gespalten und zweimal geteilt mit Herzschild, Feld 1 und 6: in Gold einwärts ein golden gekrönter, doppelschwänziger, blauer Löwe, Feld 2 und 3: in Rot aus dem äußeren Schildrand nach innen hervorkommend ein silberner, geharnischter Arm, in der bloßen Faust ein silbernes Schwert haltend, Feld 4 und 5: in Schwarz ein silbernes Kastell mit drei Zinnentürmen, Fenstern und offenem Tor, gräflich-gekrönter Herzschild: in Blau ein silberner, doppelschwänziger Löwe, überdeckt von einem silbern-rot gespaltenen Balken. Dazu werden drei gekrönte Helme geführt: Helm 1 (Mitte): zu rechts rot-silbernen und links schwarz-goldenen Decken ein zweitürmiges silbernes Kastell mit schwarzem Torbogen und ebensolchen Fenstern, auf der Mauer zwischen den Türmen stehend ein vom einen gestürzten goldenbeflitschten Pfeil schräglinks durchschossener silberner Schwan, Helm 2 (rechts): zu rot-silbernen Decken einwärtsgekehrt ein golden gekrönter, goldener, doppelschwänziger Löwe, Helm 3 (links): zu schwarz-goldenen Decken einwärtsgekehrt ein dem ersten ganz gleicher Löwe. Das eigentliche Stammkleinod fehlt.

Das Wappen von 1706 liest sich bei Rietstap wie folgt: "Parti d'un trait coupé de deux autres qui font six quartiers, aux 1 et 6 d'or au lion d'azur couronné d'or celui du 1 contourné, aux 2 et 3 de gueules au 2 un senestrochère, au 3 un dextrochère, tous deux armés d'argent et tenant une épée du même, aux 4 et 5 de sable à une tour d'argent ouverte et ajourée du champ. Sur le tout un écusson d'azur sommé d'une couronne à neuf perles et ch. d'un lion d'argent armé et lampassé de gueules couronné d'or à la fasce partie d'argent et de gueules brochant sur le lion. Trois casques couronnés. Cimiers: 1° la tour des 4 et 5 accostée de deux lions affrontés d'or couronnés du même rampant contre la tour chacun de ces objets posés sur un des casques, la tour supp. un cygne d'argent percé d'une flèche de gueules en barre, la pointe en bas. Devise au-dessus du cimier: QUOD ERO SPERO. Lambrequin à dextre d'argent et de gueules, à senestre d'or et de sable. L'écu accosté de deux petits écussons timbrés chacun d'un casque couronné, l'écusson à dextre répétant les armes du 3e quartier, le bras en cimier issant de la couronne, celui à senestre répétant les armes du surtout, cimier un lion issant d'azur couronné d'or. Lambrequin des deux casques d'argent et de gueules." Hier werden auch die beiden Beiwappen beschrieben, die auch im Diplom Erwähnung finden.

Die genannten Georg Oliver und Franz de Paula Grafen von Wallis bekamen am 7.11.1732 zu Wien das siebenbürgische Indigenat. Georg Olivier wurde wirkl. Geheimer Rat, General-Feldmarschall, Inhaber eines Infanterie-Regimentes sowie Ritter des königlich-polnischen Weißen Adlerordens.

Ihr Cousin, Franz Wenzel Freiherr von Wallis (4.10.1696-14.1.1774), Herr auf Leskau, Mährisch Budwitz, Budischkowitz etc., kaiserlicher Oberst und Regimentskommandant, später Feldmarschall, Sohn des oben genannten Franz Ernst Freiherr von Wallis aus der mährischen Linie, erhielt am 14.7.1724 zu Wien den Reichsgrafenstand mit "Hoch- und Wohlgeboren" und ebenfalls einer Wappenbesserung. Das Wappen von 1724 ist einmal gespalten und zweimal geteilt mit Herzschild: Feld 1 und 6:  in Gold einwärts ein golden gekrönter, doppelschwänziger, blauer Löwe, Feld 2 und 3: in Rot nach innen gerichtet ein abgeledigter silberner, geharnischter Arm, in der bloßen Faust ein silbernes Schwert haltend, Feld 4 und 5: in Schwarz ein silberner Zinnenturm mit drei (3) Fenstern und offenem Tor, gräflich-gekrönter Herzschild: in Blau ein goldengekrönter, silberner, doppelschwänziger Löwe, überdeckt von einem silbern-rot gespaltenen Balken. Dazu werden vier gekrönte Helme geführt: Helm 1 (innen rechts): zu schwarz-silbernen Decken der Turm mit Schwan, Helm 2 (innen links): zu rot-silbernen Decken der Schwertarm wachsend, Helm 3 (rechts außen): zu schwarz-goldenen Decken der Stammhelm, Helm 4 (links außen): zu blau-silbernen Decken ein wachsender golden gekrönter, blauer Löwe. Die Änderungen gegenüber dem Wappen von 1706 sind: Der Arm ist abgeledigt und kommt nicht mehr aus dem Schildrand hervor, aus dem Kastell ist ein Turm geworden, auch im Kleinod, und ein vierter Helm mit dem Schwertarm ist hinzugekommen. In diesem  Wappen passen die Deckenfarben noch logisch zu den Kleinoden bzw. den zugehörigen Feldern, was beim nächsten Wappen nicht mehr der Fall ist.

Das Wappen von 1724 liest sich im Rietstap wie folgt: "Les armes précédentes. Quatre casques couronnés. Cimiers: 1° le lion du surtout issant et contourné et ch. de la fasce, 2° la tour supp. le cygne, 3° le bras du 2 issant de la couronne, 4° un lion issant d'azur couronné d'or. Lambrequin à dextre d'argent et de gueules, à senestre d'or et de sable. Supports deux lions regardants d'or. Devise au-dessous des armes QUOD ERO SPERO."

Der genannte Franz Wenzel Graf von Wallis auf Karigmain (Carrighmain) aus der mährischen Linie, mittlerweile k. k. Kämmerer, Hofkriegsrat und Feldmarschall-Lieutenant, Inhaber des 11. Infanterie-Regiments, Ritter vom Goldenen Vlies, bekam am 16.5.1736 zu Wien den erbländisch-österreichischen Grafenstand mit der Anrede "Hoch- und Wohlgeboren" und Wappenbesserung.

Fünf Personen, die Brüder Patricius und Robert Freiherren von Wallis und ihre Cousins Eduard, Philipp und Olivier Freiherren von Wallis aus der böhmischen Linie, erhielten am 6.2.1767 zu Wien den erbländisch-österreichischen und böhmischen Grafenstand als "Graf von Wallis Freiherr von Carrighmain" mit der Anrede "Hoch- und Wohlgeboren". Das Wappen von 1767 ist hinsichtlich des Schildes identisch mit dem zuvor beschriebenen. Auf dem oberen Rand des Hauptschildes wurde eine neunperlige Grafenkrone eingefügt. Dazu werden vier gekrönte Helme geführt: Helm 1 (innen rechts): zu schwarz-goldenen Decken ein silberner Zinnenturm mit drei (3) Fenstern und offenem Tor, darauf ein vom einen gestürzten goldenbeflitschten Pfeil von hinten durchschossener silberner Schwan, Helm 2 (innen links): zu rot-silbernen Decken ein wachsender silberner Schwertarm, Helm 3 (rechts außen): zu schwarz-goldenen Decken ein silberner, doppelschwänziger Löwe, Helm 4 (links außen): zu rot-silbernen Decken ein blauer, doppelschwänziger Löwe. Das eigentliche Stammkleinod fehlt. Die Änderungen gegenüber dem Wappen von 1706 sind: Der Arm ist abgeledigt und kommt nicht mehr aus dem Schildrand hervor, aus dem Kastell ist ein Turm geworden, auch im Kleinod, die Decken haben die Seiten getauscht, die Löwen der äußeren Kleinode haben die Farbe gewechselt und ein vierter Helm mit dem Schwertarm ist hinzugekommen. So nach der Darstellung im Diplom, der heraldischen Logik nach müßten die Decken von Helm 1 blau-silbern, die von Helm 2 schwarz-silbern sein, die von Helm 4 blau-golden, aber bei Verleihungen dieser Zeit steht heraldische Logik bekanntlich nicht im Vordergrund. Als Schildhalter werden zwei widersehende goldene Löwen verwendet, die auf einem Schriftband mit der Devise "QVOD ERO SPERO" = "insoweit ich lebe, hoffe ich" stehen.

Abb. rechts oben: Tafel 82: Aufschwörschild für "CHRISTIAN ULRICH V: KETELHODT" = Christian Ulrich von Ketelhodt (5.8.1701-8.6.1777), datiert auf 1765. Blasonierung: In Silber drei (2:1) schwarze Zipfelmützen (Spitzmützen mit rechts abhängendem Zipfel), auf dem gekrönten Helm mit schwarz-silbernen Decken ein wachsender Mannesrumpf in schwarzer Kleidung, auf dem Kopf eine schwarze Zipfelmütze tragend. Nachweis: Westfälisches Wappenbuch, Siebmacher II, 8, 4, Siebmacher Band: Pr Seite: 197 Tafel: 247, Band: Me Seite: 11 Tafel: 9, Band: Frkft Seite: 2 Tafel: 2, Band: NÖ1 Seite: 224 Tafel: 110, Band: SaA Seite: 84 Tafel: 53, Band: Reu Seite: 5 Tafel: 4, Alten-Limpurger Wappenbuch von 1558. Rietstap unterscheidet eine ältere und eine neuere Variante: "Armes anc.: D'argent à trois morions de sable les liens de gueules. Cimier un buste d'homme habillé de sable coiffé d'un morion de l'écu. Armes mod.: D'argent à trois bonnets albanais de sable sans liens les bouts à dextre. Casque couronné. Cimier un buste d'homme aux bras tronqués habillé de sable à brandebourgs d'argent coiffé d'un bonnet de l'écu".

Das Wappen ist ein redendes, denn er ist die niederdeutsche Form von "Kesselhut". Vom Motiv gibt es viele Varianten, die vom Eisenhut, der am nächsten an der ursprünglichen Bedeutung "Kesselhut" dran ist, bis zur Mütze mit Pelzaufschlag reichen. Die Familie von Ketelhodt stammt ursprünglich aus Westfalen, aus dem Raum Rheda-Wiedenbrück. Später findet man sie ab dem 13. Jh. in Mecklenburg und Thüringen. Freiherrenstandbestätigungen datieren vom 20.7.1843 (Mecklenburg), 15.12.1854 (Rudolstadt) und 29.8.1913 (Rudolstadt). In der zweiten Hälfte des 19. Jh. breitete sich die Familie in Preußen aus. 1945 wurde die Familie aus Rudolstadt vertrieben. Die Familie blüht noch heute.

Christian Ulrich von Ketelhodt war der Sohn von Gustav Joachim von Ketelhodt (1654-1732), welcher am Güstrower Hof Hofmarschall war. Er studierte Rechtswissenschaften in Rostock. 1724 war er Assessor und Hofjunker am Güstrower Hof des Herzogs von Mecklenburg-Strelitz. Dann wechselte er an den Weikersheimer Hof in die Dienste des Grafen von Hohenlohe. Ab 1726 machte er eine Karriere am Schwarzburger Fürstenhof in Rudolstadt. Er wurde 1727 Kammerjunker, 1729 Hofrat, 1743 Konsistorialrat, 1750 Vizekanzler und Vizepräsident des Konsistoriums, 1763 fürstlich-Rudolstädter Wirklicher Geheimrat, 1764 Kanzler und Konsistorialpräsident. Er unternahm etliche diplomatische Reisen für seinen Dienstherrn, z. B. 1732 nach Karlsbad zu Kaiser Karl VI., 1742 zur Kaiserkrönung nach Frankfurt, 1761 an die Höfe in Schwerin und Neustrelitz. 1764 wurde er Mitglied im Hausorden der fränkischen Hohenzollern, erst als Ritter, 1768 in der Großkreuzstufe. Er war aber nicht nur Ritter und Komtur des Roten Adlerordens (Commendator Ordinis Aquilae Rubrae Eques Ordinum Unionis perfactae Fidelitatis et Constantiae), zu sehen auf einem zeitgenössischen Gemälde, sondern auch seit 1769 Ritter des dänischen Ordens "de l'union parfaite" und seit dem 21.10.1745 Träger des äußerst kurzlebigen Ordens de la fidélité et constance (Orden der Treue und Beständigkeit), vergeben vom Herzog von Mecklenburg-Strelitz. Deshalb sind auf der 1765 entstandenen Tafel auch zwei Ordensbänder zu sehen (der dritte war zu dem Zeitpunkt noch nicht verliehen worden). Der obere ist der mecklenburgische Orden, der untere der Rote Adlerorden. Christian Ulrich von Ketelhodt war ein hochgebildeter Mensch, der Mitglied in mehreren Gelehrtengesellschaften wurde. Er war außerdem seit 1768 Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Von seinem sozialen Engagement zeugen zahlreiche Stiftungen. 1770 verfaßte er seine Lebensbeschreibung. Viel Zeit zum Schreiben blieb ihm nicht mehr, weil er in den letzten Lebensjahren erblindete.

Er heiratete Marie Katharina von Beulwitz (1703-1769); ihr gemeinsamer Sohn Carl Gerd von Ketelhodt (3.10.1738-14.1.1814), Dr. iur., Freimaurer und Bibliophiler (Begründer der Historischen Bibliothek Rudolstadt), wurde ebenfalls Geheimrat, Kanzler und Konsistorialpräsident am Hof in Rudolstadt, und auch er war Ritter des preußischen Roten Adlerordens. Und er war Erbschenk der gefürsteten Grafschaft Henneberg. Ein anderer Sohn war Ludwig von Ketelhodt (1739-1762), der in die Dienste der Vereinigten Ostindischen Kompanie trat, für diese nach Batavia reiste und dort zu Tode kam, schon kurz nach seiner Ankunft.

 

Abb. links oben: Tafel 83: Aufschwörschild für "CARL GRAF VON SCHMETTAU" = Carl Graf von Schmettau, datiert auf 1768. Blasonierung nach Befund: Geviert mit zwischen 3. und 4. Feld eingebogener Spitze und mit Herzschild, Feld 1 und 4: in Silber ein schwarzer Brackenkopf (richtiger: Saukopf), dem ein rotgefiederter Pfeil im Rachensteckt, Feld 2 und 3: in Schwarz ein silberner Balken, begleitet von drei (2:1) goldenen, sechszackigen Sternen (Stammwappen), eingebogene Spitze: in Rot eine Pyramide aus 15 (1:2:3:4:5) silbernen Granaten, deren oberste brennt, gekrönter Herzschild: in Gold der schwarze Doppeladler des Heiligen Römischen Reichs mit darüber schwebender Reichskrone, der Brustschild blau-silbern geweckt (bayerisches Reichsvikariatswappen). Dazu werden drei gekrönte Helme geführt, Helm 1 (Mitte): zu schwarz-goldenen Decken der Doppeladler aus dem Herzschild mit bayrischem Brustschild, Helm 2 (rechts): zu schwarz-goldenen Decken drei Straußenfedern, eine goldene zwischen zwei schwarzen, Helm 3 (links): zu schwarz-goldenen Decken ein goldener Stern zwischen einem schwarzen, beiderseits mit einem silbernen Balken belegten Flug (Stammhelm). Auf dem Hauptschild ruht eine weitere Krone. Das Wappen wird begleitet von militärischen Trophäen optisch rechts und einem Soldaten auf der anderen Seite, der lt. Rietstap einen Kanonier aus der Zeit Friedrichs des Großen darstellen soll. Nachweis: Siebmacher Band: Pr Seite: 358 Tafel: 409, Band: MeA Seite: 93 Tafel: 52, Band: ThüA Seite: 82 Tafel: 65, Rietstap, Kneschke (Details siehe unten).

Die Familie stammt nach Kneschke aus Ungarn, wo sie unter dem Namen Szmettay auftrat. Um 1470 kam Matthias von Schmettau mit König Matthias Corvinus nach Schlesien. Mit der Zeit ließ sich die Familie im Fürstentum Neisse und in der Grafschaft Glatz nieder, während die Linien in Ungarn erloschen. Alle späteren Herren und Grafen von Schmettau stammen von vier Brüdern ab: Georg von Schmettau (15.3.1583-), Gottfried von Schmettau (1599-5.2.1688), Ernst von Schmettau (9.9.1600-1672) und Heinrich von Schmettau (29.10.1601-1694).

Das Stammwappen war nur der silberne Balken mit den drei goldenen Sternen in den schwarzen Plätzen, auf dem Helm mit schwarz-silbernen Decken ein wie der Schild bezeichneter Flügel. Rietstap: "De sable à la fasce d'argent acc. de trois étoiles d'or. Casque couronné. Cimier un demi-vol aux armes de l'écu. Lambrequin d'argent et de sable".

Danach gibt es im Zuge einer Adels-Renovation vom 28.9.1668/8.10.1668 für die Brüder Georg, Gottfried und Ernst sowie einer weiteren kurbrandenburgischen Adelsbestätigung vom 19.9.1698 eine gespaltene Version, rechts in Gold ein halber schwarzer goldenbewehrter Adler am Spalt, links das Stammwappen. Dazu wird auf gekröntem Helm zu schwarz-goldenen Decken ein schwarzer, gekrönter und golden bewehrter Adler geführt, der auf der Brust einen goldenen Stern trägt. Rietstap: "Parti, au 1 d'or à la demi-aigle de sable becquée membrée et couronnée du champ, mouv. du parti, au 2 de sable à la fasce d'argent acc. de trois étoiles d'or. Casque couronné. Cimier une aigle de sable becquée membrée et couronnée d'or ch. sur la poitrine d'une étoile du même. Lambrequin d'or et de sable.

Die Söhne des oben genannten Georg bildeten zwei Linien. Von Gottfried stammt die gottfriedsche oder tschanitzsche Linie ab. Von Ernst stammt die ernestinische oder drömmlingsche Linie ab. Die gottfriedische Linie (Schreibweise "Schmettow" bevorzugt) teilte sich in zwei Äste, den älteren zu Pommerzig und den jüngeren zu Holtorp (1821 erloschen). Die ernestinische Linie teilte sich in drei Äste, den von Samuel begründeten samuelschen Ast, den von Friedrich Wilhelm begründeten stückschen Ast und den heckendorfschen Ast (erloschen 1738).

Die Nachkommen von Gottfried und Ernst erlangten den Reichsfreiherren- und den Grafenstand. Samuel von Schmettau (1658-1709) wurde mit seinen Brüdern und Vettern 1701 von Kaiser Leopold I. in den Reichsfreiherrenstand erhoben. Gottfried Wilhelm von Schmettau und sein Bruder Carl Friedrich von Schmettau wurden 1717 von Kaiser Karl VI. in den Reichsfreiherrenstand erhoben.

Die dritte Version des Familienwappens entstand anläßlich der Freiherrenstandserhebung am 20.8.1701 und 17.2.1717. Das Wappen ist geviert, Feld 1 und 4: in Gold ein halber schwarzer goldenbewehrter Adler am Spalt, links das Stammwappen. Zwei gekrönte Helme, Helm 1 (rechts): zu schwarz-goldenen Decken ein schwarzer, gekrönter und golden bewehrter Adler, der auf der Brust einen goldenen Stern trägt, Helm 2 (links): zu schwarz-goldenen Decken drei silberne Straußenfedern. Rietstap: "Écartelé, aux 1 et 4 d'or à la demi-aigle de sable becquée membrée et couronnée du champ, mouv. du parti, aux 2 et 3 de sable à la fasce d'argent acc. de trois étoiles d'or. Deux casques couronnés. Cimiers: 1° une aigle de sable becquée membrée et couronnée d'or, ch. sur la poitrine d'une étoile du même, 2° trois plumes d'autruche d'argent. Lambrequin d'or et de sable."

Leopold Freiherr von Schmettau (25.5.1714-1.5.1777) wurde am 24.2.1742 von Kaiser Karl VII.in den Reichsgrafenstand erhoben. Diese Erhebung wurde am 31.7.1742 in Preußen anerkannt.

Die vierte, zur Erhebung in den Reichsgrafenstand am 24.2.1742 passende Version ist die hier vorliegende, mit leichter Variation der Kleinode und Decken. Nach Kneschke sieht es folgendermaßen aus: Geviert mit zwischen 3. und 4. Feld eingebogener Spitze und mit gräflich gekröntem Herzschild, Feld 1 und 4: in Silber ein schräggestellter schwarzer Brackenkopf (Hundekopf, richtiger: Saukopf), dem ein rotgefiederter Pfeil im Rachen steckt, Feld 2 und 3: in Schwarz ein silberner Balken, begleitet von drei (2:1) goldenen, sechszackigen Sternen (Stammwappen), eingebogene Spitze: in Rot eine Pyramide aus 15 (1:2:3:4:5) silbernen (eisernen) Granaten, deren oberste brennt, gekrönter Herzschild: in Gold der schwarze, golden bewehrte, rotgezungte, golden nimbierte Doppeladler des Heiligen Römischen Reichs mit darüber schwebender Reichskrone, der Brustschild blau-silbern geweckt (bayerisches Reichsvikariatswappen). Dazu werden drei gekrönte Helme geführt, Helm 1 (Mitte): zu schwarz-silbern-blauen Decken der Doppeladler aus dem Herzschild mit bayrischem Brustschild, Helm 2 (rechts): zu schwarz-silbernen Decken drei silberne Straußenfedern, Helm 3 (links): zu schwarz-silbern-goldenen Decken ein goldener Stern zwischen einem schwarzen, beiderseits mit einem silbernen Balken belegten Flug (Stammhelm). Auf dem Hauptschild ruht eine weitere Krone. Das Wappen wird begleitet von roten und blauen Fahnen und anderen militärischen Trophäen, optisch rechts und einem preußischen Kanonier auf der anderen Seite.

Rietstap beschreibt das gräfliche Wappen so: "Écartelé, aux 1 et 4 d'argent à une tête de chien de sable posée en bande, dans la gueule duquel est enfoncée une flèche aussi en bande empennée de gueules, aux 2 et 3 de sable à la fasce d'argent acc. de trois étoiles d'or. Enté en pointe de pourpre à une pile de quinze grenades de guerre (1:2:3:4:5), la première allumée. Sur le tout un écusson d'or couronné du même et ch. d'une aigle éployée de sable, becquée membrée et diadémée du champ, surmontée d'une couronne impériale et portant sur sa poitrine un écusson losangé d'argent et d'azur. Trois casques couronnés. Cimiers: 1° trois plumes d'autruche d'argent. Lambrequin d'argent et de sable. 2° les meubles du surtout. Lambrequin de sable, d'argent et d'azur. 3° une étoile d'or entre un vol de sable chaque aile ch. d'une fasce d'argent. Lambrequin de sable, d'argent et d'or. Tenants un canonnier du temps de Frédéric le Grand posé à dextre, à senestre des drapeaux d'azur, canons, boulets etc."

Gegenüber diesen Angaben ist die Darstellung auf der Aufschwörtafel mit einigen Abweichungen behaftet: Die Straußenfedern gibt Rietstap silbern an, hier ist es eine goldene zwischen zwei schwarzen. Die Decken der Helme 2 und 3 gibt Rietstap als schwarz-silbern an, hier sind sie schwarz-golden. Die dreifarbigen Helmdecken nach Kneschke entsprechen nicht guten heraldischen Gestaltungsregeln. Im Siebmacher Band: MeA Seite: 93 Tafel: 52 werden die Decken wie bei Kneschke beschrieben, aber anders abgebildet, nämlich in der Mitte schwarz-silbern und außen jeweils schwarz-golden.

Bei dem Ordensmitglied handelt es sich um Carl Graf von Schmettau zu Stohnsdorf in Schlesien. Seine Positionierung und Identifizierung in der Familiengenealogie ist nicht sicher, Hinweise willkommen. Von mehreren Familienmitgliedern sind Ordensverleihungen bekannt: Karl Christoph von Schmettau (8.6.1696-27.10.1775), preußischer Generalleutnant, Gouverneur der Festung Peitz und Amtshauptmann von Ziesar, bekam 1755 den Schwarzen Adlerorden verliehen. Und Friedrich Wilhelm Karl von Schmettau (13.4.1743-18.10.1806), preußischer Generalleutnant, Topograph und Kartograph, wurde Mitglied im Roten Adlerorden, das aber erst 1805, und im Schwedischen Schwertorden. Eberhard Graf von Schmettow (17.9.1861-31.1.1935), preußischer Generalleutnant im Ersten Weltkrieg sowie Generaladjutant des deutschen Kaisers Wilhelm II., bekam den Roten Adlerorden III. Klasse mit Schleife und Krone neben vielen anderen Auszeichnungen.

Abb. rechts oben: Wappen für "OBRIST / FRANZ SEYBOTHEN / NATUS MDCCXXXV / MDCCLXXXVI" = Franz Johann Heinrich Wilhelm Christian von Seybothen (17.11.1735-15.3.1786), offensichtlich kein Ordensmitglied, da das Ordensband fehlt. Blasonierung: Geviert, Feld 1 und 4: in Blau einwärts eine Profilbüste eines Mannes mit grünem Lorbeerkranz, Feld 2 und 3: in Schwarz (hier falsch: Blau) einwärts ein goldener Greif, auf dem gekrönten Helm mit rechts schwarz-goldenen, rechts eigentlich rot-silbernen, hier schwarz-roten Decken ein Flug, rechts blau-rot, links hier golden-schwarz (eigentlich golden-schwarz) geteilt, und dazwischen eigentlich noch das Brustbild eines Mannes mit grünem Lorbeerkranz (fehlt hier). Nachweis: Alberti 730. Siebmacher Band: Wü Seite: 18 Tafel: 24, Band: WüA Seite: 63 Tafel: 41. Geschlechterbuch des Johann Friedrich Christoph Schrag. Schöler, Familienwappen 92 u. Taf. 125 Nr. 1. Rietstap: "Écartelé, aux 1 et 4 d'azur à une tête d'homme de carnation couronnée de lauriers de sinople les épaules habillées de gueules la tête du 1 contournée (Seybothen), aux 2 et 3 de sable à un griffon d'or lampassé de gueules celui du 3 contourné. Casque couronné. Cimier la tête du 4 entre un vol coupé à dextre d'azur sur gueules à senestre d'or sur sable. Lambrequin à dextre d'or et de sable à senestre d'argent et de gueules."

Die Familie ist ein geadeltes Patriziergeschlecht aus Rothenburg ob der Tauber. Landvögte und Bürgermeister sind bekannt. Am 1.4.1625 wurde zu Heilbronn ein Wappenbrief des Hofpfalzgrafen Sebastian Hornoldt von Tübingen ausgestellt für Magister Johann Seyboth aus Rothenburg ob der Tauber. Die Erhebung in den Adelsstand mit Wappenbesserung erfolgte am 16.5.1661 zu Laxenburg durch Kaiser Leopold I. Der Begünstigte war Philipp Seybothen (1609-1671), Landvogt und Altbürgermeister von Rothenburg. Der hier in der Kirche vertretene Franz Johann Heinrich Wilhelm Christian von Seybothen war dessen Urenkel. Er machte eine militärische Laufbahn in Diensten des Herzogs von Württemberg. Im Siebenjährigen Krieg kommandierte er ein Füsilier-Bataillon. Er stieg auf zum Obristen. Von Herzog Carl von Württemberg wurde er zu seinem Kammerherrn ernannt. Er heiratete eine Frau von Beust. Sein Sohn war der Generalmajor Wilhelm Ludwig Friedrich Ernst Carl Christian von Seybothen (17.3.1772-).

Wappentafeln ganz oben an der Wand auf der Altarseite
Abb. links unten: Tafel 84: LE CHEVALIER ECHLIN BARO ANGLOIS = Sir Henry Echlin, 3rd Baronet Echlin (22.12.1740-1799), Tafel datiert auf 1767. Blasonierung: Wir sehen: Unter einem goldenen Schildhaupt, in dem ein roter Hirsch von einem roten Spürhund verfolgt wird, geviert, Feld 1 und 4: in Gold eine rote Galeere mit gerefften Lateinersegeln, Feld 2 und 3: geteilt, oben in Gold ein roter Schragen, unten in drei Reihen silbern-blau geschacht, ein Brustschild mit einer roten Hand in Schwarz. Diese Darstellung ist in weiten Teilen aus Unkenntnis der irischen Heraldik falsch. Wir sollten eigentlich sehen: geviert, Feld 1 und 4: in Gold eine schwarze antike Galeere mit gerefften Lateinersegeln, Feld 2 und 3: in Rot ein silbern-blau in drei Reihen geschachter Balken, in der Mitte ein silbernes Schildchen mit einer roten Hand, dem Baronets-Zeichen. Darüber gelegt ein silbernes Schildhaupt ein naturfarbener Hirsch, der von einem ebensolchen Spürhund verfolgt wird. Neben einigen Fehlfarben ist hier das Motiv des 2. und 3. Feldes vollkommen mißverstanden worden, aus dem roten Streifen oberhalb und unterhalb des geschachten Balkens ist ein Schragenkreuz geworden. Nachweis: Burke's Peerage. Rietstap: "Écartelé, aux 1 et 4 d'or à une galère antique de sable les voiles ferlées, aux 2 et 3 de gueules à la fasce échiquetée d'argent et d'azur de trois tires. Au chef d'argent brochant sur l'écartelé et ch. d'un cerf courant poursuivi d'un lévrier le tout au naturel. Cimier un bouledogue passant au naturel." Das Stammwappen ist die Galeere, englischer Blason: Or an antique galley with sails furled sable, forked pennon proper. Die hier fehlende Stammhelmzier wäre eine schreitende naturfarbene Bracke, engl.: a talbot passant proper. Die Devise lautet: Rumor acerbe tace. Hier ist jedoch zu lesen: SINCERE ET CONSTANTER, denn das gehört zum Band des Roten Adler-Ordens.

Die irischen Baronets Echlin of Clonagh, Kildare, bestanden von 1721 bis 2007. Am 17.10.1721 wurde Henry Echlin (1652-1725) zum ersten Baronet erhoben. Er war Advokat und Richter. Das Familienanwesen war Kenure House in Rush, County Dublin, das einst dem Duke of Ormonde gehört hatte. Von diesem abgegangenen adeligen Landsitz sind nur noch Spuren vorhanden. Ihm gehörte außerdem Clonagh Castle in Kildare (ebenfalls nichts mehr zu sehen) und ein Stadthaus in Dublin in der Winetavern Street. Als der 3. Baronet plötzlich starb, ging der Titel an seinen Cousin. Die Familie ist mit dem 10th Baronet, Sir Norman Echlin, am 11.4.2007 erloschen. Der Titel ist vakant.

 

Abb. rechts oben: Tafel 85: "Messire Simon Claude Amable Baron de Tubeuf, Chevalier Seigneur, Baron de Ver et de Blanzat, Loche, Moranse, Corancé, la Bertaudièrre au Gant et autres lieux. Conseiller honoraire de Sa M(ajesté) très Chrétienne en sa Cour de Parlament et Chevalier de l'orde de l'aigle rouge de Brandenbourg 1768" = Simon Claude Amable Baron de Tubeuf (1725-1787). Blasonierung: In Silber drei (2:1) schwarze Raben mit ausgebreiteten Flügeln in Gestalt heraldischer Adler, auf dem gekrönten Helm mit schwarz-silbernen Decken drei Straußenfedern, eine schwarze zwischen zwei silbernen. Schildhalter zwei goldene, widersehende und rotgezungte Löwen. Nachweis: Rietstap: "D'argent à trois corbeaux mornés de sable dans l'attitude d'aigles héraldiques. Casque couronné. Cimier trois plumes d'autruche une de sable entre deux d'argent. Supports deux lions d'or". Devise: DEO ET VIRTUTI.

Die Familie stammt eigentlich aus der Normandie. In Bayern bekam sie am 20.1.1819 den Freiherrentitel. Simon Claude Amable Baron de Tubeuf, Sohn von Simon-Joseph Tubeuf (1686-1767), conseiller au parlement de Paris en 1751, und Catherine-Charlotte du Soul de Beaujour, war ebenfalls Rat des Pariser Parlamentes. Er heiratete Elisabeth Louise Richard (1736-1781). Seine Kinder waren Elisabeth Christiane de Tubeuf (1771-1829), Simon Claude de Tubeuf (1776-1786) und Henriette Amable Elisabeth de Tubeuf de Blanzat.

Wappen an der Herrschaftsloge
Die verblaßte Stickerei auf Samt stellt, wie die Initialen "G W M Z B" verraten, das Wappen von Georg Wilhelm Markgraf zu Brandenburg-Bayreuth dar. Der Wappenschild ist dreimal gespalten und viermal geteilt mit einem Schildfuß, hat somit 21 Felder, und dazu noch einen Herzschild. Die einzelnen Felder sind wie folgt belegt:

Um das Wappen ist das Band des Ordens "de la Sincérité" gelegt. Dazu werden als Oberwappen neun Helme geführt:

Ein gleiches Wappen ist am Schloß St. Georgen angebracht, heute Teil der Justizvollzugsanstalt (siehe eigenes Kapitel). Ein weiteres Wappen dieses Typs ist am Alten Schloß in der Eremitage zu sehen (siehe eigenes Kapitel).

Literatur, Links und Quellen:
Lokalisierung auf Google Maps: https://www.google.de/maps/@49.9541059,11.592822,18.75z - https://www.google.de/maps/@49.9540937,11.5928929,117m/data=!3m1!1e3
Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Ordenskirche Bayreuth St. Georgen:
https://www.ordenskirche.de/
Kirchenführer: Die Ordenskirche, hrsg. von der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Bayreuth-St. Georgen
von Gravenreuth:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gravenreuth_(Adelsgeschlecht)
Herrensitze in Eschenau:
http://www.herrensitze.com/e.html - von Gronesches Schlößchen: http://www.herrensitze.com/eschenau-iv.html - der Kleinkrieg zwischen den Eschenauer Anteilseignern: http://www.herrensitze.com/eschenau-ii.html
Friedrich Gräf: Haus- und Familiengeschichte Eschenaus, Beiträge zur Heimatkunde des Marktes Eschenau und dessen Umgebung 1913, Manuskript, StAN.
Friedrich Gräf: Geschichte des Marktes Eschenau, Ansbach 1910, S. 75 f.
Wilhelm Held: Aus der Geschichte des Marktes Eschenau, Eckental 1981, S. 29 f.
Peter Fleischmann, Rat und Patriziat in Nürnberg. Nürnberger Forschungen, Einzelarbeiten zur Nürnberger Geschichte, herausgegeben vom Verein für Geschichte der Stadt Nürnberg. Bände 31/1, 31/2, 21/3 (Stammbäume) und 31/4. VDS Verlagsdruckerei Schmidt, Neustadt an der Aisch. ISBN 978-3-87191-333-4.
Muffel von Eschenau:
https://de.wikipedia.org/wiki/Muffel_von_Eschenau
Erffa: Biedermann: Geschlechts-Register Der Reichs Frey unmittelbaren Ritterschafft Landes zu Francken Löblichen Orts Ottenwald (Odenwald)
http://books.google.de/books?id=g9JDAAAAcAAJ Tafel 236 ff
von Erffa:
https://de.wikipedia.org/wiki/Erffa
Genealogie der von Erffa:
https://gw.geneanet.org/cvpolier?lang=en&n=von+erffa&oc=0&p=georg+hartmann
Genealogie der von Erffa: Allgemeine Enzyklopädie der Wissenschaften und Künste, hrsg. von J. S. Ersch und J. G. Gruber, 1. Sektion, 36. Teil, Leipzig 1842 -
https://books.google.de/books?id=-1KxE_Uh9zoC S. 440
Matthias Kirchhoff: Tucher von Simmelsdorf (Familie); in: Historisches Lexikon Bayerns
http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Tucher_von_Simmelsdorf_(Familie)
Tucher von Simmelsdorf:
https://de.wikipedia.org/wiki/Tucher_von_Simmelsdorf
Herrensitz Winterstein:
http://www.herrensitze.com/winterstein.html
Herrensitz Simmelsdorf:
http://www.herrensitze.com/simmelsdorf-i.html - http://www.herrensitze.com/simmelsdorf-ii.html
von Rothkirch:
https://de.wikipedia.org/wiki/Rothkirch
Wappen der von Rothkirch:
http://vonrothkirch.de/vonrothkirch/?page_id=13
Michael Rohrschneider: Österreich und der Immerwährende Reichstag: Studien zur Klientelpolitik und Parteibildung (1745-1763), Vandenhoeck & Ruprecht, 2014, ISBN: 9783525360798, S. 191
von Hanstein:
https://de.wikipedia.org/wiki/Hanstein_(Adelsgeschlecht)
Burg Hanstein - zur 700-jährigen Geschichte einer eichsfeldischen Grenzfeste, hrsg. von Hans-Dieter von Hanstein, Mecke Druck und Verlag, Duderstadt 2008, ISBN 978-3-936617-48-1, S. 25-31
https://books.google.de/books?id=kXCNIa3QZmMC
Johann Gottlob von Meyern:
https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Gottlob_von_Meyern
von Meyern:
https://de.wikipedia.org/wiki/Meyern-Hohenberg_(Adelsgeschlecht)
Georg Wolfgang Augustin Fikenscher: Gelehrtes Fürstentum Bayreuth, Bd. 6, Maier bis Otto, Lechner, Nürnberg 1803, S. 72-73
Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser auf das Jahr 1860, 10. Jg., S. 553-554 -
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/periodical/pageview/8544291 - http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/periodical/pageview/8544292
Meyern-Hohenberg im Austria-Forum:
https://austria-forum.org/af/AustriaWiki/Meyern-Hohenberg_%28Adelsgeschlecht%29
Wallis von Carrighmain:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wallis_von_Carrighmain
Genealogie der Wallis von Carrighmain:
https://de.wikisource.org/wiki/BLKÖ:Wallis_von_Karighmain,_die_Grafen,_Genealogie
Wallis, Artikel in: Johann Heinrich Zedler: Zedler Großes vollständiges Universal-Lexikon, Band 52 (W-War)
https://www.zedler-lexikon.de/index.html?c=blaettern&seitenzahl=851&bandnummer=52&view=100&l=de Sp. 1675 ff., auch: https://books.google.de/books?id=mnJkAAAAcAAJ
Wallis auf Carrighmain - Artikel im Austroaristo-Adelslexikon:
https://www.austroaristo.com/joodbnew/index.php?option=com_content&view=article&id=5395:wallis-carrighmain&catid=8&Itemid=102
von Ketelhodt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ketelhodt
Christian Ulrich von Ketelhodt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Ulrich_von_Ketelhodt
zu Christian Ulrich von Ketelhodt in: Torsten Fried: Geprägte Macht: Münzen und Medaillen der mecklenburgischen Herzöge als Zeichen fürstlicher Herrschaft, Böhlau Verlag 2015, ISBN 978-3-412-22442-4, S. 311-313 -
https://books.google.de/books?id=iuprDAAAQBAJ
Christian Ulrich von Ketelhodt, Bild mit dem Roten Adlerorden:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6b/Christian_ullrich_1.jpg
Ernst Anemüller: Christian Ulrich Ketelhodt, in: Allgemeine Deutsche Biographie, Bd. 15, Duncker & Humblot, Leipzig 1882, S. 688 -
https://de.wikisource.org/wiki/ADB:Ketelhodt,_Christian_Ulrich_von
Eduard von Ketelhodt: Urkunden und historische Nachrichten Ketelhodtscher Familie, Bd. 2, Stiller, Schwerin 1855, S. 83
Orden der Treue und Beständigkeit:
https://de.wikipedia.org/wiki/Orden_de_la_fid%C3%A9lit%C3%A9_et_constance
von Schmettau: in: Ernst Heinrich Kneschke: Deutsche Grafenhäuser der Gegenwart, Band 2,
https://books.google.de/books?id=bqNAAAAAcAAJ S. 397-400
Karl Christoph von Schmettau: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Christoph_von_Schmettau
Friedrich Wilhelm Karl von Schmettau:
https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Wilhelm_Karl_von_Schmettau
zu von Seybothen: Friedrich Cast: Süddeutscher Adelsheros oder Geschichte und Genealogie der in den süddeutschen Staaten ansässigen oder mit denselben in Verbindung stehenden fürstlichen, gräflichen, freiherrlichen und adeligen Häuser, Band 1, Ausgabe 1, Historisches und genealogisches Adelsbuch des Königsreichs Württemberg, J. A. Gärtner Verlag, Stuttgart 1839 -
https://books.google.de/books?id=dJdAAAAAcAAJ, S. 475-476
Echlin:
https://en.wikipedia.org/wiki/Echlin_baronets - https://en.wikipedia.org/wiki/Henry_Echlin
Johann Conrad Peetz: Neu-eröfnetes Europäisches Staats-Theatrum: Auf welchem Der vornehmsten Staaten in Europa jetzt lebende hohe Personen... , Regensburg 1730, S. 450-464
https://books.google.co.jp/books?id=mNBWAAAAcAAJ
Louis Schneider: Der Rothe Adler-Orden, Hayn, Berlin 1857 -
http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/titleinfo/9296907 - http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/structure/9296448 - http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/download/pdf/9296448?name=%255B1%255D
ein herzliches Dankeschön an Herrn Pfarrer Martin Bachmann für die Erlaubnis zur Veröffentlichung der Bilder aus dem Innenraum vom 13.5.2019

Ordenskirche St. Georgen, Teil 1: Tafeln 1-22 - Ordenskirche St. Georgen, Teil 2: Tafeln 23-42 - Ordenskirche St. Georgen, Teil 3: Tafeln 43-58 - Ordenskirche St. Georgen, Teil 4: Tafeln 59-72

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